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#23889 - 30.08.2017 07:51 Jahresbericht -- empfangene gefährliche Güter
badmintonmike Offline
Spezi

Registriert: 24.01.2008
Beiträge: 38
In § 8 der Gefahrgutbeauftragtenverordnung werden die Pflichten des GG-Beauftragten genannt. In §8 (5) sind der Jahresbericht und die darin enthaltenen Angaben beschrieben.

Die letzen beiden Sätze lauten hier:
"Der Jahresbericht muss keine Angaben über die Beförderung gefährlicher Güter im Luftverkehr enthalten. Die anzugebende Gesamtmenge der gefährlichen Güter schließt auch die empfangenen gefährlichen Güter ein"

Ist dieser Passus neu?
Seit wann müssen denn auch die "empfangenen gefährlichen Güter" berücksichtigt werden?
Ab wann muss denn diese Angabe im GG-Bericht enthalten sein? Schon für 2017? Dann müsste ich in Puzzelarbeit rückwirkend die "empfangenen gefährlichen Güter" für das bisherige Jahr rekonstruieren.

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#23890 - 30.08.2017 10:19 Re: Jahresbericht -- empfangene gefährliche Güter [Re: badmintonmike]
Gerald Offline
Held der Gefahrgutwelt

Registriert: 24.07.2007
Beiträge: 1578
Ort: 97332 Volkach
Hallo Mike,

Antwort auf:
Ist dieser Passus neu?


Ja, seit der Änderung der GbV vom 17.03.2017 Neunte Verordnung zur Änderung gefahrgutrechtlicher Verordnungen auf Seite Seite 16 Ziffer 3.

In der RSEB zuletzt geändert am 28.04.2017 steht unter Ziffer A8/2: "Nach Absatz 5 Satz 4 schließt die anzugebende Gesamtmenge der gefährlichen Güter auch die empfangenen gefährlichen Güter ein. In die Ermittlung der Mengen an gefährlichen Gütern nach Satz 2 Nummer 2 müssen freigestellte Beförderungen nach § 2 Absatz 1 Nummer 4 bis 6 jedoch nicht einbezogen werden. Dies gilt auch für empfangene freigestellte gefährliche Güter."



Bearbeitet von Gerald (30.08.2017 10:33)
_________________________
Gruss aus Unterfranken Gerald

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#23893 - 31.08.2017 09:14 Re: Jahresbericht -- empfangene gefährliche Güter [Re: badmintonmike]
DJSMP Offline
Meister aller Klassen

Registriert: 06.12.2004
Beiträge: 594
Ort: Sachsen
Das war schon immer so, weil man ja den Jahresbericht schon immer "über die Tätigkeiten des Unternehmens in Bezug auf die Gefahrgutbeförderung" erstellen musste. Und das Empfangen und Entladen sind eben auch Tätigkeiten.

Da das aber bei Einigen wohl nicht so ganz klar war, hat man es in diesem Passus nochmal klar geregelt.

PS: Wann endete dein Geschäftsjahr? Macht der Empfang nun wirklich soviel aus, dass sich die Stufen verschieben? Wenn nicht, würde ich den 2016er Bericht ruhen lassen und mich ganz um den Jahresbericht 2017 kümmern. Denn du bist ja dann sicher über der 6-Monats-Frist.

Eine gewisse Statistik wird schon notwendig sein. Aber da du ja die Stufen hast, muss es ja nicht auf das kg genau sein. Man müsste aber vor allem darauf achten, dass man auf der Empfangsseite alle Gefahrgüter erfasst, die man dann nicht wieder auf der Versandseite hat (z.B. Rohstoffe, die in Produkte einfließen).


Bearbeitet von DJSMP (31.08.2017 09:19)

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#23952 - 18.09.2017 11:40 Re: Jahresbericht -- empfangene gefährliche Güter [Re: DJSMP]
badmintonmike Offline
Spezi

Registriert: 24.01.2008
Beiträge: 38
Danke für die Antworten!

Werde mich dann auf das Jahr 2017 konzentrieren.

LG

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#24121 - 14.11.2017 15:33 Re: Jahresbericht -- empfangene gefährliche Güter [Re: badmintonmike]
johnny_b Offline
Einsteiger

Registriert: 18.10.2017
Beiträge: 9
Ort: Ruhrgebiet
Original geschrieben von: DJSMP
Da das aber bei Einigen wohl nicht so ganz klar war, hat man es in diesem Passus nochmal klar geregelt.
Uh, das war mir auch nicht so klar...

Wenn wir die Gefahrgüter empfangen, einlagern und wieder verschicken, müssen wir sie dann "doppelt" zählen? Also sowohl beim Empfang und beim Versand?
Und wie sieht das ganze für den reinen Umschlag aus (transportbedingtes Verweilen, max. 24 h)?
_________________________
Grüße aus dem Ruhrgebiet, johnny_b

"Statt zu klagen, dass wir nicht alles haben, was wir wollen, sollten wir lieber dankbar sein, dass wir nicht alles bekommen, was wir verdienen."
(Dieter Hildebrandt)

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#24123 - 16.11.2017 07:48 Re: Jahresbericht -- empfangene gefährliche Güter [Re: johnny_b]
Marco66 Offline
Vollmitglied

Registriert: 08.10.2013
Beiträge: 91
Ort: Düsseldorf
Original geschrieben von: johnny_b
[Quote=DJSMP]Wenn wir die Gefahrgüter empfangen, einlagern und wieder verschicken, müssen wir sie dann "doppelt" zählen? Also sowohl beim Empfang und beim Versand?
Und wie sieht das ganze für den reinen Umschlag aus (transportbedingtes Verweilen, max. 24 h)?

Für mich ist mit dieser Regelung klar darauf hingewiesen, dass es den Behörden nicht um die Ermittlung der transportierten Mengen geht (sonst würde ja nicht der Eingang und der Ausgang des gleichen Gurtes gezählt) sondern um die Anzahl der Bearbeitungen von Gefahrguttransporten. Wenn also ein Transport zwischen Werken stattfindet oder als Stafette von Werk zu Lager zu Kunde, dann würde ich das als separate Transportvorgänge an den Standorten (Werk, Lager, Kunde) zählen. Wenn zutreffend als Eingang und Ausgang.
Die Mengen beziehen sich dann auf die Volumen der die Gefahrgut betreffenden Arbeitsschritte nicht auf die absolute Masse auf der Straße.

Bei einer kurzen Unterbrechung des Transportes ohne eine gefahrgutrechtliche Bearbeitung der Lieferung (kein Transportpapier, Beladung, Entladung) ist das für mich nicht zu zählen, da dieser Vorgang nicht gefahrgutrelevant ist.

Was meint Ihr?
_________________________
Mit freundlichen Grüßen
Marco66

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#24128 - 16.11.2017 17:06 Re: Jahresbericht -- empfangene gefährliche Güter [Re: badmintonmike]
GMDB Offline
Spezi

Registriert: 21.12.2016
Beiträge: 35
Ort: Darmstadt - Hessen
Für mich ist das nicht klar. Ich würde den Empfang und den Versand rechnen. So lässt sich zwar auch nicht auf das Kilo genau erfassen wo das Gut hin geht oder verweilt. Ähnlich sieht es ja auch bei der Buchführung aus nur das es da um jeden Cent geht. Trotzdem interessantes Thema das ich so auch nicht auf dem Schirm hatte.


Bearbeitet von GMDB (16.11.2017 17:17)

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#24133 - Gestern um 13:31 Re: Jahresbericht -- empfangene gefährliche Güter [Re: Marco66]
DJSMP Offline
Meister aller Klassen

Registriert: 06.12.2004
Beiträge: 594
Ort: Sachsen
Warum macht ihr es denn immer so kompliziert? Das kann doch eh keiner nachvollziehen. Die Stufen müssen angegeben werden. Wie soll denn eine Behörde bei der Stufe "50 bis 1000" nachvollziehen ob man von einer Gefahrgutklasse 50,1 Tonnen oder 990 Tonnen hatte?


Bearbeitet von DJSMP (Gestern um 13:31)

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