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#24265 - 03.01.2018 17:03 Die De-Minimis-Freistellungsregelung
Markus Lehmann Offline
Neuling

Registriert: 20.12.2017
Beiträge: 2
Ort: Bochum
Hallo zusammen,

ich bin seit ca. 2 Jahren bei uns im Unternehmen "Beauftragte Person für Gefahrgut" habe u.a. auch PK1 im IATA Bereich.
Wir versenden relativ viel Druckgasflaschen ( UN1950/1066/1013 ), was aber hier nicht zum Thema werden soll...:)

Ich stehe seit ca. Dez.2017 vor einen "Problem", vielleicht hat da jemand auch schon Erfahrung mit gehabt?!

Wir sind Hersteller von "Wasserkammern" und unser Vertrieb hat sich etwas für unsere Kunden einfallen lassen, es handelt sich dabei um "Tabs als Flockungsmittel". Bedeutet für unseren Kunden weniger Wasserwechsel u.v.m. .
Jetzt komm Ich daher, und sage Stopp, UN3084 8 (5.1), II so einfach Weltweit versenden ist da nicht... um es kurz zu sagen, ich möchte nach Möglichkeit das über die " De-Minimis-Freistellungsregelung " laufen lassen, es ist so geplant das wir eine "Probe Packung" bei jedem Gerät beilegen. In einer "Probe Packung" sind insgesamt 6 Tabs a 50mg enthalten, sprich pro Verpackung liegen wir bei 300mg Flockungsmittel.
Ich habe zwei Probleme, ein Versandstück wiegt zwischen 30 kg und bis zu 100 kg . Gibt es dort schon Probleme?
Hat jemand Erfahrung in diesem Bereich, gibt das Probleme mit den Airlines?
Des Weiteren kann Ich über eine Kennzeichnung des Verstand Stückes nichts nachlesen, ist man davon befreit?

Ich würde mich über Themen Diskussionen sehr freuen.

Liebe Grüße
Markus


Bearbeitet von Markus Lehmann (03.01.2018 17:06)

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#24266 - 03.01.2018 18:12 Re: Die De-Minimis-Freistellungsregelung [Re: Markus Lehmann]
gefahrgutbaer Offline

Vollmitglied

Registriert: 11.01.2016
Beiträge: 91
Ort: Remscheid
Hallo Markus,

auf Grund Deiner Mengenangaben sehe ich hier keinerlei Probleme. Vorausgesetzt es werden alle unter 2.6.10 genannten/geforderten Verpackungsvorgaben bezüglich der Innen- und Aussenverpackungen eingehalten.
Direkt im ersten Satz wird darauf verwiesen das derart verpackte gefährliche Güter nicht den Beförderungsvorschriften unterliegen. Dies impliziert auch Kennzeichnungen und Markierungen.

Gruß
(auch) Markus

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#24272 - 05.01.2018 01:14 Re: Die De-Minimis-Freistellungsregelung [Re: Markus Lehmann]
DJSMP Offline
Meister aller Klassen

Registriert: 06.12.2004
Beiträge: 603
Ort: Sachsen
Original geschrieben von: Markus Lehmann
Hallo zusammen,

ich bin seit ca. 2 Jahren bei uns im Unternehmen "Beauftragte Person für Gefahrgut" habe u.a. auch PK1 im IATA Bereich.
Wir versenden relativ viel Druckgasflaschen ( UN1950/1066/1013 ), was aber hier nicht zum Thema werden soll...:)

Ich stehe seit ca. Dez.2017 vor einen "Problem", vielleicht hat da jemand auch schon Erfahrung mit gehabt?!

Wir sind Hersteller von "Wasserkammern" und unser Vertrieb hat sich etwas für unsere Kunden einfallen lassen, es handelt sich dabei um "Tabs als Flockungsmittel". Bedeutet für unseren Kunden weniger Wasserwechsel u.v.m. .
Jetzt komm Ich daher, und sage Stopp, UN3084 8 (5.1), II so einfach Weltweit versenden ist da nicht... um es kurz zu sagen, ich möchte nach Möglichkeit das über die " De-Minimis-Freistellungsregelung " laufen lassen, es ist so geplant das wir eine "Probe Packung" bei jedem Gerät beilegen. In einer "Probe Packung" sind insgesamt 6 Tabs a 50mg enthalten, sprich pro Verpackung liegen wir bei 300mg Flockungsmittel.
Ich habe zwei Probleme, ein Versandstück wiegt zwischen 30 kg und bis zu 100 kg . Gibt es dort schon Probleme?
Hat jemand Erfahrung in diesem Bereich, gibt das Probleme mit den Airlines?
Des Weiteren kann Ich über eine Kennzeichnung des Verstand Stückes nichts nachlesen, ist man davon befreit?

Ich würde mich über Themen Diskussionen sehr freuen.

Liebe Grüße
Markus


Die 300 mg pro Versandstück sollten erstmal in Ordnung gehen. Allerdings möchte ich, wie gefahrgutbaer schon geschrieben hat, nochmal darauf hinweisen, dass in Kap. 2.6 noch ein paar unangenehme Dinge stehen. Die versandfertigen Versandstücke müssen die Fallprüfungen und die Stapeldruckprüfung bestehen (siehe Punkt c) verweist auf 2.6.6) . Das geht nur, wenn du die Prüfungen durchführst und dokumentierst. Das ist übrigens auch im ADR und IMDG-Code so, wird aber gern mal überlesen.

Wenn du alle Anforderungen aus 2.6.10 einhältst, dann gelten die restlichen Vorschriften der IATA-DGR nicht. Es gibt also auch keine Kennzeichnung. Maximal ist eine GHS Kennzeichnung an den Verbraucherverpackungen (Tab-Beutelchen?).

Meine Kunden geben i.d.R. noch einen kleinen Eintrag mit 2.6.10 in einem Begleitdokument an, damit da bei einer möglichen GHS Kennzeichnung keiner in Wallung kommt. Das ist aber Geschmackssache.

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#24281 - 06.01.2018 18:51 Re: Die De-Minimis-Freistellungsregelung [Re: DJSMP]
Markus Lehmann Offline
Neuling

Registriert: 20.12.2017
Beiträge: 2
Ort: Bochum
Hallo,

vielen lieben Dank für eure Antworten gefahrgutbaer & DJSMP .

Mit dem Punkt 2.6.10 muss Ich mich auseinandersetzen, da wahr mir soweit im klaren.
Bei jeder Verbraucherverpackung sind auf der Rückseite alle GHS Kennzeichung abgebildet und mit QR-Code wo direkt das Sicherheitsdatenblatt angeschaut werden kann.
Die 6 Tabs sind von einander getrennt eingeschweißt in eine Alu Verpackung. Ich habe mal ein Link für ein Bild zum Produkt https://abload.de/img/tabsufro0.jpg
Ich habe alles soweit unkenntlich gemacht wo das kein Firmenname zu erkennen ist.
Eine "Wasserkammer" wird immer in IPPC Holzkisten verschickt, die "Tab´s" werden dann wie in Anforderungen aus 2.6.10 beschrieben ist, in einen separaten Karton verpackt und mit rein gelegt. Die Holzkiste gilt als Overpack, so ist mein "Plan" ...

Liebe Grüße
Markus

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