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UN 3528 gemäß SP 363 + MSDS

Geschrieben von: Buchenthal

UN 3528 gemäß SP 363 + MSDS - 16.04.2021 08:14

Hallo alle zusammen,

wir haben immer wieder im Tagesgeschäft das Problem, dass Spediteure / Reedereien für die UN 3528 ein MSDS haben wollen. Dabei ist ja nicht der Motor das gefährliche, sondern der Diesel oder das Benzin, dass da testweise mal durchgelaufen, und jetzt nur noch in Restmengen (<60L) vorhanden ist.

Wenn man dann ein MSDS vom Benzin / Diesel schickt wird wieder gemeckert.

Kennt jemand das Problem und hat jemand eine Idee, wie man die Kuh dauerhaft vom Eis bekommt?

Für Ihre / Eure Hilfe vielen lieben Dank im Voraus.

Schönes Wochenende und bleibt / bleiben Sie gesund!

Viele Grüße

Michaela
Geschrieben von: Claudi

Re: UN 3528 gemäß SP 363 + MSDS - 16.04.2021 09:23

Erklären...
Erklären, dass es sich um einen Gegenstand handelt, für Gegenstände gibt es keine MSDS/ SDB (da das Gefahrstoffrecht für Gegenstände nicht gilt), zu Informationszwecken über die Rückstände im Gegenstand das MSDS/SDB für den Kraftstoff schicken.
Ich meine, eigentlich (!) müsstedoch spätestens beim Blick auf die Versandbezeichnung klar werden, dass es eine "Maschine" ist.
Gleiches Probem besteht u.a. auch bei Kältemaschinen - da gibt es natürlich auch nur ein MSDS/SDB für das Kältemittel, andere UN-Nummer, andere Verpackung (klar, ist ja ein Gas) und dann erklärt man wieder, warum die Kältemaschine nicht UN3159 oder sowas ist sondern eben ne Kältemaschine.

Ein Allheilmittel wird es nicht geben - das ist genau so ein Problem wie die Frage nach einer Bauartzulassung von Gasflaschen in der IMO-Erklärung... würden die Leute vernünftig geschult, dann wäre denen einiges klar, aber anscheinend ist da bei vielen Spediteuren und Reedereien noch "Luft nach oben"...

Geschrieben von: M.A.T.

Re: UN 3528 gemäß SP 363 + MSDS - 16.04.2021 09:57

Hallo, hier im Forum ist das schon diskutiert worden, darum nur der Hinweis auf die Rechtsgrundlage in der 1907/2006 der EU in der jeweils geltenden Fassung, Art. 31. Und auf die vielen Erläuterungen dazu bei ECHA und nationalen Behörden. Der Kontakt zum Gb der Spedition/Reederei und ggf. der zuständigen Behörde (falls HH) kann auch Wunder bewirken. Manchmal ist es nicht nur die Unwissenheit der Datenerfasser, sondern auch die gefahrgutrechtliche Mangelbildung bei den Lieferanten der Daten für die Erfassungssoftware.
Gruß
M.A.T.
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