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non-DG certificate (China)

Geschrieben von: ralfgrahneis19

non-DG certificate (China) - 10.03.2022 14:06

Hallo zusammen,

habe eine Frage bezgl. Lithium-Zellen- (< 1 gr. Lithium / Zelle) Versand nach CN per DHL.
Es sollen 10 Zellen verschickt werden, alle haben auch den erforderlichen UN38.3 Test.

In die Destinationen BJS, CTU, FOC, HAK benötigt man ein "non-DG certificate" einer offiziellen,
behördlichen Prüfstelle aus China. (so steht es zumindest bei DHL)

Hat da jemand Erfahrung damit, (welche Stelle / Behörde da zuständig ist) oder sollte man dem Kunden mitteilen, die "Dinger" direkt vor Ort zu
beschaffen? (CR2032, etc. sollte man dort ja auch bekommen)

Gruß
Ralf
Geschrieben von: gefahrgutbaer

Re: non-DG certificate (China) - 10.03.2022 14:20

Hallo Ralf,

was heißt "non-DG certificate"? Habe bei der DHL auf die schnelle nichts für Lithium Batterien dazu gefunden. Meines Wissen nach gilt dieses "Zertifikat" nur für die Beförderung von Trockenbatterien wie Alkaline- oder Nickel-Cadmium Batterien

Bis einschließlich 31.3.2022 darfst Du diese Knopfzellen, UN 3090, noch nach Teil II der PI 968, CAO, versenden.
- wenn < 0,3 g je Zelle 2,5 kg Batteriegewicht je Versandstück, ansonsten maximal 8 Zellen je Versandstück
- Lithium-Batterie-Markierung auf dem Versandstück
- Eintrag im Luftfrachtbrief

Ab dem 1.4.2022 ist hierfür die Erstellung eine Versendererklärung erforderlich.

Gruß
Markus
Geschrieben von: ralfgrahneis19

Re: non-DG certificate (China) - 10.03.2022 15:03

Hallo Markus,

danke schon mal ür die Info´s.
Ich häng´ das von DHL mal an (Steht in deren Lithium-Batterie-Versand-Präsentation)

Gruß
Ralf

Attached picture DHL-Batterien_2.jpg
Geschrieben von: M.A.T.

Re: non-DG certificate (China) - 10.03.2022 15:09

Hallo,
riecht mir stark nach Abzocke. Aber vielleicht kann man bei der hiesigen Handelsvertretung konkrete Ansprechpartner / Verfahren erfragen? Dafür sind die ja da.
Die SDB-Forderung darunter spricht ja auch nicht gerade von vertiefter Sachkenntnis.
Gruß und viel Erfolg
M.A.T.
Geschrieben von: gefahrgutbaer

Re: non-DG certificate (China) - 10.03.2022 15:37

Hi,

ok. Das habe ich wohl übersehen.
Bei den Änderungen, bzw. Anforderungen, für Gefahrgutsendungen welche nach China befördert werden sollen wundert mich das nicht wirklich. Wahrscheinlich werden die Einfuhrvorschriften für China in absehbarer Zeit noch restriktiver.
Wenngleich dies auch eine Bedingung der DHL sein kann.
Ich fertige eine Menge Lithium-Batterien in die ganze Welt ab. Allerdings laufen diese Transporte ausschließlich über Spediteure und nicht über KEP-Dienste.
Geschrieben von: Claudi

Re: non-DG certificate (China) - 10.03.2022 20:13

Ursprünglich geschrieben von: M.A.T.
Hallo,
riecht mir stark nach Abzocke. Aber vielleicht kann man bei der hiesigen Handelsvertretung konkrete Ansprechpartner / Verfahren erfragen? Dafür sind die ja da.
Die SDB-Forderung darunter spricht ja auch nicht gerade von vertiefter Sachkenntnis.
Gruß und viel Erfolg
M.A.T.


Das gilt aber nicht für den Ersteller dieses Tools (DHL), sondern es ist Praxis, dass in Asien MSDS für Li-Batts gefordert werden (in denen im Abschnitt 14 teilweise ausgemachter Unfug steht, den Rest lese ich gar nicht erst) und auch diese non-DGD-declaration. Es ist vielleicht Abzocke seitens China-Import, aber als Logistiker kann man da wenig bis nix machen, wenn es der Zoll sonst nicht ins Land lässt.

Bzgl. MSDS siehe auch hier: https://www.gefahrgut-foren.de/ubbt...rch/true/re-msds-in-chinesisch#Post31981
Geschrieben von: ralfgrahneis19

Re: non-DG certificate (China) - 11.03.2022 07:03

Guten Morgen an alle,

vielen Dank für eure Info´s / Hinweise.

Wünsche allen ein schönes Wochenende. cool

Gruß
Ralf
Geschrieben von: DJSMP

Re: non-DG certificate (China) - 16.03.2022 07:21

Ursprünglich geschrieben von: M.A.T.
Hallo,
riecht mir stark nach Abzocke. Aber vielleicht kann man bei der hiesigen Handelsvertretung konkrete Ansprechpartner / Verfahren erfragen? Dafür sind die ja da.
Die SDB-Forderung darunter spricht ja auch nicht gerade von vertiefter Sachkenntnis.
Gruß und viel Erfolg
M.A.T.


Wisst ihr denn, ob unsere SV 188 Batterien in China überhaupt unter Gefahrgutvorschriften fallen? Ich denke eher, dass diese Lithiumbatterien in China kein Gefahrgut sind und deshalb eine solche Deklaration her soll.

Ich denke nicht, dass die DHL etwas macht, was nicht explizit im Land gefordert wäre. Ich werde heute mal meine DG Frau bei DHL befragen.
Geschrieben von: DJSMP

Re: non-DG certificate (China) - 16.03.2022 07:27

Ursprünglich geschrieben von: ralfgrahneis19
Hallo zusammen,

habe eine Frage bezgl. Lithium-Zellen- (< 1 gr. Lithium / Zelle) Versand nach CN per DHL.
Es sollen 10 Zellen verschickt werden, alle haben auch den erforderlichen UN38.3 Test.

In die Destinationen BJS, CTU, FOC, HAK benötigt man ein "non-DG certificate" einer offiziellen,
behördlichen Prüfstelle aus China. (so steht es zumindest bei DHL)

Hat da jemand Erfahrung damit, (welche Stelle / Behörde da zuständig ist) oder sollte man dem Kunden mitteilen, die "Dinger" direkt vor Ort zu
beschaffen? (CR2032, etc. sollte man dort ja auch bekommen)

Gruß
Ralf


Hast du die Zellen voll nach Teil IA oder IB der VA 968 deklariert? Teil II ist ja spätestens in 14 Tagen Geschichte.

Und zu deiner Frage: Der Transport geht in die falsche Richtung. wink Wer sich in Europa Knopfzellen beschafft und nach China sendet, dem ist auch nicht mehr zu helfen.
Geschrieben von: M.A.T.

Re: non-DG certificate (China) - 16.03.2022 10:28

Hallo zusammen,
um ein mögliches Mißverständnis zu bereinigen: meine "Abzocke" bezog sich nicht auf den Kurierdienstleister, sondern auf die betroffene staatliche Stelle.
Gruß
M.A.T.
Geschrieben von: DJSMP

Re: non-DG certificate (China) - 17.03.2022 12:28

Ursprünglich geschrieben von: ralfgrahneis19
Hallo Markus,

danke schon mal ür die Info´s.
Ich häng´ das von DHL mal an (Steht in deren Lithium-Batterie-Versand-Präsentation)

Gruß
Ralf


Mein Kontakt bei DHL konnte den Auszug der Präsentation nicht 100%ig zuordnen, geht aber davon aus, dass da noch weitere erklärende Folien dazu existieren. Es geht hier nicht um die normal als Gefahrgut (Klasse 9 oder erleichtert) gekennzeichneten LiBa's, sondern um solche, die "not restricted" sind und bei denen es deshalb zu Missverständnissen bei Gefahrgut ja/nein kommen könnte. Wenn eine (nahezu komplette) Freistellung von den Vorschriften existiert, dann muss das die chinesische Behörde vorher absegnen.

Das ist u.a. bei eingebauten Batterien (VA 967 und VA 970) der Fall. Dort müssen Versandstücke, die Ausrüstungen mit Knopfzellen enthalten bzw. maximal 2 Versandstücke mit maximal vier eingebauten Zellen oder zwei eingebauten Zellen, nicht gekennzeichnet und im AWB dokumentiert werden. In der SV 188 ADR/IMDG-Code gibt es diese Freistellung ja auch.

Und für den Fall, bei denen es später zu Missverständnissen kommen könnte, müsste man sich das vorher in China genehmigen lassen.

Das würde ich mir übrigens sehr gern für Europa wünschen! Wenn man solche "perversen" Erleichterungen, um paar Kröten zu sparen, vorher von BMVI, BAM oder LBA absegnen lassen müsste, um sie zu nutzen, würde endlich auch die einzelnen Mobiltelefone und Laptops alle mit rot-weißer Kennzeichnung verschickt. Ich für meinen Teil lasse meine Kunden bei eingebauten LiBa's auch immer kennzeichnen.
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