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Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training"

Geschrieben von: Erwin Sigrist

Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 26.08.2016 11:56

Die Internationale Zivilluftfahrtsbehörde ICAO plant zum 01.01.2019 die Einführung von "Competency Based Training" für den Versand gefährlicher Güter auf dem Luftweg. Nun hat sie auf Ihrer Webseite ICAO - New Training Provisions Details dazu veröffentlicht. Nebst einem einleitenden Text finden Sie dort die neuen Schulungsvorschriften sowie einen Fragebogen. Die publizierten Schulungsvorschriften werden auch in der 2017-2018 Edition der ICAO Technical Instructions als Attachement 4 veröffentlicht. Es ist davon auszugehen, dass auch die IATA in der 58. Ausgabe 2017 der "Dangerous Goods Regulations DGR" Informationen veröffentlichen wird.

Interessierte Kreise haben die Möglichkeit, sich an dieser Umfrage zu beteiligen, damit die Umsetzung pragmatisch erfolgen kann. Deadline für die Teilnahme ist der 31. März 2017.

Ich hoffe dass viele Rechtsunterworfene (Versender, Spediteure, Schulungsanbieter) an dieser Umfrage mitarbeiten werden.

Freundliche und sonnige Grüsse aus Zürich

Erwin Sigrist
scienceindustries - Wirtschaftsverband Chemie Pharma Biotech
(Berater von CEFIC beim ICAO Dangerous Goods Panel)
Geschrieben von: UHeins

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 29.08.2016 08:37

Ich kann bereits verraten, dass Lynn McGuigan von der ICAO aus Montreal dieses Thema auf den 33. Int. Gefahrgut-Tagen am 20./21. Februar 2017 in Hamburg präsentieren und mit den Teilnehmern diskutieren wird. McGuigan ist Information Officer der Gefahrgut-Abteilung der Internationalen Luftverkehrsorganisation.
Geschrieben von: Erwin Sigrist

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 29.08.2016 12:13

Danke für den Hinweis Uwe - manchmal habt Ihr richtig gute Ideen bei Storck ;-) ;-) Ich sehe Lynn im Oktober beim ICAO DGP (WG/16) und werde sie darauf ansprechen.
VG nach HH
Erwin
Geschrieben von: Floridacargocat

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 29.08.2016 12:48

Meine Frage hierzu ist: Inwieweit muessen denn dann all die Trainingshandbuecher und -programme (inkl. computer-based Trainingsprogramme) auf nationaler Ebene umgeschrieben und neu zugelassen werden. Rezertifikationen sind normalerweise gekuerzte Programme mit Schwerpunkt auf Einhaltung der Neuvorschriften. Wie soll denn das geloest werden?
Geschrieben von: Erwin Sigrist

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 30.08.2016 09:05

@Floridacargocat: Dies wird sich wohl nicht vermeiden lassen. Aber schlussendlich ist dies in der Verantwortung der zuständigen nationalen Behörde (Schweiz=BAZL, Deutschland=LBA, USA=DOT/FAA)

Noch ein Nachtrag zu meiner Information: die IATA wird diese Ankündigung als "Attachement H" in der 58. Ausgabe der IATA-DGR veröffentlichen. Sie finden die Vorabversion hier: http://www.iata.org/whatwedo/cargo/dgr/Documents/dgr_en_58_appendix_h.pdf

Sonnige Grüsse an alle
Erwin Sigrist
Geschrieben von: Marco66

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 31.08.2016 05:47

Mir erschließt sich der Nutzen nicht ganz. Abgesehen davon, dass Unternehmen nun per Definition die Trainingsinhalte und Lernkontrolle festlegen können ändert sich was? Das öffnet in meinen Augen dem Missbrauch Tür und Tor.

Ich halte das in Zeiten wo Shareholder Value mehr gilt als der Schutz von Leben und Umwelt für eine sehr gefährliche Entwicklung.
Geschrieben von: Kay Schmauder

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 05.01.2017 14:24

Hallo zusammen,

was war/ist an dem alten System so schlecht, dass man hier wieder alles neu erfinden muss. Meine Meinung... lasst das Schulungssystem so wie es war/ist.

Was sagt das LBA zu diesem Thema?
Spätestens zur nächsten ICAO Aktualisierung wird sich alles im Caos wiederfinden... n frown
Geschrieben von: DJSMP

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 08.01.2017 22:20

Ich habe mal beim LBA angefragt, warte aber noch auf Antwort. Wäre perfekt, wenn jemand die Kernaussagen von Frau McGuigan anschließend hier kurz zusammen fassen könnte.
Geschrieben von: DJSMP

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 01.02.2017 09:32

Gibt es hier etwas Neues?

Beim LBA bin ich nicht weiter gekommen. Meine Email blieb komplett unbeantwortet. Lediglich in der jährlichen Email zur Abforderung der Schulungsunterlagen war ein Passus enthalten. Dort stand nur, dass sich das LBA zu gegebener Zeit äußern werde.

Was wurde auf den Meetings besprochen?
Geschrieben von: DJSMP

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 22.02.2017 12:50

Originally Posted by UHeins
Ich kann bereits verraten, dass Lynn McGuigan von der ICAO aus Montreal dieses Thema auf den 33. Int. Gefahrgut-Tagen am 20./21. Februar 2017 in Hamburg präsentieren und mit den Teilnehmern diskutieren wird. McGuigan ist Information Officer der Gefahrgut-Abteilung der Internationalen Luftverkehrsorganisation.


Kann man hier mal eine Präsentation oder zumindest die Kernaussagen zusammen gefasst bekommen? Das wäre großartig!
Geschrieben von: UHeins

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 23.02.2017 17:07

Präsentation wäre eine schlechte Idee: dem steht das Copyright entgegen. Und was würden wohl die zahlenden Tagungsteilnehmer dazu sagen?
Eine Zusammenfassung gibt es in der April-Ausgabe von gefährliche ladung!
Geschrieben von: Erwin Sigrist

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 03.03.2017 08:34

Die Präsentation von Lynn McGuigan findet man hier: https://www.gefahrgut.de/gth/2017/self/02_mcguigan_1487770890000.pdf

Viele Grüsse
Geschrieben von: DJSMP

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 03.03.2017 09:57

Hallo Herr Siegrist, vielen Dank für den Link.

Zunächst hatte ich die Präsentation bei jemanden eingesehen, der mit dem Copyright und den "zahlenden Teilnehmern" nicht so viele Bedenken hatte. Ich hatte sie aber schnell beiseite gelegt, weil sie Null Informationsgehalt für mich hatte. Was da drin vorkam, war auch vorher schon bekannt. Beim Vortrag ist man leider nur auf das "warum" eingegangen aber nicht auf das "wie".

Abgesehen davon komme ich mir dann aber schon einigermaßen verschaukelt vor, wenn mir vor 5 Tagen geschrieben wird, dass man die Präsentation nicht ins Forum stellen könne, sie aber auf der Homepage des gleichen Anbieters steht.

Nun habe ich mir die Seite gefahrgut.de nicht weiter durchsucht und kann an dieser Stelle nicht einschätzen, ob der publizierte Link in einen geschützten Bereich geht. Ich konnte die Seite jedenfalls ohne Probleme öffnen.

Vielleicht hat man ja nur seine Meinung geändert ;-)
Geschrieben von: Nico

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 16.03.2018 10:06


Hallo zusammen,

das Thema hat zwar schon länger keine Neuigkeiten bekommen, aber ich wollte es mal vorkramen. In Österreich veranstaltet die zuständige Behörde im Mai einen Workshop zu dem die anerkannten Trainer eingeladen wurden um die neuen Trainingsmodalitäten gemeinsam auszuarbeiten. Sie wollten die "Sicht von vorderster Front" einbeziehen. Wir sind schon sehr gespannt was sich hier tun wird. Vor allem ob sich was bei den Zeitvorgaben, die uns das österr. Gesetz vorgibt, ändern wird. Grad im Bereich um München herum schicken einige Firmen die Mitarbeiter nach Deutschland ins Training, da dort die "kleinen" Schulungen wie PK4, PK7 bei einer Erstschulung nur eintägig sein müssen wohingegen sie in Österreich lt. Gesetz 2 tägig sein müssen.

Lg aus Österreich
Nico
Geschrieben von: M.A.T.

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 29.03.2018 11:50

Hallo, Nico,
gibt es dazu schon einen neuen Stand in Österreich? Im Netz habe ich nichts konkretes gefunden. Auch würde mich interessieren, ob Österreich an eine dt. Fassung der ICAO-TI denkt, oder ob auch in Zukunft nur nach IATA geflogen werden soll.
Gruß
M.A.T.
Geschrieben von: Nico

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 07.04.2018 16:42

Hallo Mat,

noch kann ich nichts neues sagen, der Workshop ist im Mai. Ich denke es geht "nur" um den Ablauf mit diesen neuen Modulen. Da ja die IATA tws strenger ist als die ICAO-TI, denke ich nicht, das hier etwas angedacht ist zu ändern. Mal schaun wie der Workshop läuft und was ich danach berichten kann.

lg
Nico
Geschrieben von: M.A.T.

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 10.04.2018 09:05

Hallo, Nico
danke.
M.A.T.
Geschrieben von: DJSMP

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 10.04.2018 09:33

Im Mai soll ebenfalls eine Veranstaltung des DSLV in Berlin statt finden. Hat dazu jemand weitere Informationen? Ich würde gern versuchen, daran teilzunehmen.
Geschrieben von: Nico

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 26.05.2018 11:36

Hallo zusammen!

Ein kleines Update, was sich in Österreich getan hat. Ich fand den Workshop aufschlussreich und er war auch gut besucht. Die Austro Control hat uns das neue System etwas erklärt und uns aber auch informiert, dass das competency based training mit "should" im Buch stehen wird und von der jeweiligen Behörde übernommen werden muss. In Gruppenarbeiten wurden alle Teilnehmer eingebunden und es hat sich herauskristallisiert, dass eigentlich alle beim derzeitigen System bleiben wollen. Allerdings sollen einige PK's etwas aufgesplittet werden, da in den Trainings teilweise Personen zusammengefasst sind die unterschiedliche Anforderungen haben und man dann besser darauf eingehen kann. Sie haben sich viele Notizen gemacht und uns gesagt, dass sie das alles in die Überlegungen einfließen lassen werden, da wir als Trainer quasi an der Quelle sitzen und eher sehen was benötigt wird.
Auch soll mehr Praxis in die Trainings eingebunden werden, was aber zwangsläufig, zumindest bei den großen Trainings (PK1, 3, 6) zu Verlängerungen der Trainings führen würde.
Die Trainingsinstitute sollen, so wie ich es verstanden habe, etwas mehr Entscheidungsfreiheiten bekommen. Derzeit müssen wir in Österreich, wenn wir eine verkürzte Schulung abhalten wollen, zB PK1 nur für LiBa, diese bei der Behörde anfragen und erhalten dann eine schriftliche Genehmigung. Das soll wegfallen. Das würde beiden Seiten die Arbeit erleichtern.
Außerdem wurde oft erwähnt, dass man neben den Trainings auch so eine Art selbstüberprüfung, Assassements oder Audits einführen möchte, um auch innerhalb der 2 Jahre sicherzustellen, dass alles läuft.
Diese könnten dann firmenintern durchgeführt werden, aber man könnte sich auch jemanden externen holen, der diese Überprüfungen macht. Über die Häufigkeit wurde nicht gesprochen.

Es sind weite Workshops geplant, ua einer mit der Industrie und einer in Zusammenarbeit mit dem LBA.

Im großen und ganzen ein sehr interessanter Tag und es sieht so aus, als würde Österreich bei den PK's bleiben.
lg
Nico
Geschrieben von: DJSMP

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 30.05.2018 12:24

Danke für diese aufschlussreichen Informationen.

Ich finde ja interessant, dass jedes Land erstmal sein eigenes Süppchen kocht und man sich dann vielleicht am Ende mal austauscht. So funktioniert Europa!

Immerhin hat man bei der Austro Control die Sache selbst in die Hand genommen und wirkt nicht ganz so handlungsunfähig wie unser LBA. In Deutschland musste sich ja der DSLV erst der Sache annehmen.
Geschrieben von: Nico

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 13.10.2018 17:15

Hallo zusammen,

in der letzten Woche hat die österr. Gefahrgutkonferenz stattgefunden. Einer der Punkte war das CBT.
Die Austro Control hat uns mitgeteilt, dass erst vorletzte Woche ein Meeting stattgefunden hat und alle Länder das neue Trainingssystem bis 2021 umsetzen wollen. Es gab wohl nochmal den Versuch einiger Länder die PK's beizubehalten aber das wurde abgelehnt.

Noch sind einige Fragen offen. Das was uns präsentiert wurde findet ihr hier (etwas weiter unten, erst wurde darauf eingegangen was die gesetzlichen Änderungen für Auswirkungen haben):
http://www.gefahrgutkonferenz.at/downloads/2018/17_Aufsichtserweiterung_der_ACG.pdf

Soweit ich es verstanden habe soll es mal ein Grundmodul für alle geben. Noch ist nicht fixiert ob dieses mit einem Abschlusstest beendet werden muss. Ich finde das müsste es auf jeden Fall)
Dann gibt es 6 Befähigungseinheiten (CU's) die auf die Tätigkeiten der Teilnehmer abgestimmt sind. Die Behörde möchte, dass das Unternehmen festlegt welche Tätigkeiten der Mitarbeiter hat und welche Trainings daher benötigt werden. Bisher wird hier ja viel durch den Schulungsveranstalter beraten, das soll eher in die Unternehmen verlagert werden. (siehe Folie 15)
Die CU's sind sehr stark individualisierbar. Noch erschließt sich mir nicht so ganz wie das klappen wird. Wenn man sich das so theoretisch ansieht, kann sich aus dem System eine ziemliche Vielfalt an Trainings ergeben, was es aus meiner Sicht sehr schwierig macht. Das Trainings soll stark Job- und Praxisorientiert sein. Dazu muss ich aber als Schulungsveranstalter ins Unternehmen rein.

Es ist noch nicht festgehalten wie oft Schulungen wiederholt werden sollen. Ob ein 2 Jahresrythmus bleibt ist unklar. Zusätzlich zu den Schulungen kommen Assessments. Wer diese durchführen soll / darf / kann oder wie oft ist auch unklar. Was sind die Konsequenzen wenn das Assessment negativ ausfällt?

Ab Folie 22 wird aufgelistet was für Risiken, Herausforderungen und Vorteile man sieht.

Wir haben nach der Veranstaltung noch kurz mit der ACG gesprochen. Man hat wohl in den letzten Monaten bereits an diesen Trainings gearbeitet und zumindest für Österreich Trainings erstellt um diese in vor der Umsetzung zu testen und die Schulungsveranstalter zu Unterstützen. Ich bin sehr gespannt wie es hier weitergeht.
Bei kleinen Schulungen arbeite ich derzeit schon nach einem ähnlichen System. Mit kleinen Schulungen meine ich verkürzte PK1 /2 Schulungen die sich auf bestimmte UN-Nummern konzentrieren. ich habe einen allgemeinen Teil, der immer gleich ist und dann einen aufbauenden Teil (Modul) für die jeweiligen UN-Nummern. Voranging nutze ich das für Krankenhäuser (UN3373 UN1845 UN2800 usw.) oder Lithium Batterien und hier funktioniert das recht gut.
Ich kann's mir derzeit nur noch nicht für volle Schulungen vorstellen. Das Trainings bleibt dann wohl gleich und auf dem Zertifikat steht dann halt, hat Grundausbildung und CU1-6 absolviert oder so.

Im Februar findet ja in Hamburg das StorckSymposium statt bei dem das Thema auch auf der Agenda steht. Frau Mag. Böhm von der ACG, die auch diesen Vortrag gehalten hat, hat mir gesagt, dass sie das thema dort präsentieren wird.
Wenn von hier jemand anwesend sein wird, würde ich mich über ein Update freuen. Vielleicht erfährt man dann ja schon etwas mehr.
lg
Nicole
Geschrieben von: M.A.T.

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 13.10.2018 18:50

Hallo und Danke für den Bericht.
Ist das wirklich so gemeint, daß für jede einzelne Arbeit eine spezifische Schulung zu machen ist? Diese 6 Gruppen kann ich ja gut verstehen, aber darin dann variieren läuft doch drauf hinaus, daß es eine Vielzahl von leicht unterschiedlichen Schulungen gibt, für die man nicht alles standardisiert machen kann, oder?
Gruß
M.A.T.
Geschrieben von: Nico

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 13.10.2018 19:07

Hallo Mat,

so hat es sich fast angehört. Das man in diesen 6 CU's dann noch schwerpunktorientiert schult um auf die Teilnehmer einzugehen und praxisorientierter zu schulen.

Man darf gespannt sein, was da kommt
Lg
Nicole
Geschrieben von: Nico

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 10.01.2019 08:26

Hallo zusammen,

ich schieb das hier mal wieder hoch, mich würde interessieren, ob es in Deutschland schon etwas neues zu dem Thema gibt?

Ich habe zwar gesehen, dass im Dezember eine "Bekanntmachung über die Beförderung von gefährlichen Gütern im Luftverkehr und die Anforderungen an die Schulung der betroffenen Personen" veröffentlicht wurde, darin wird aber immer noch von Personalkategorien (17 Stk) gesprochen, dann wieder nur von den Inhalten von 12 PK's , weil das LBA keine Genehmigungen für PK 13-17 erteilt(?). Interessant finde ich, dass die PK6 länger dauert als eine PK 1 (War das in DE immer schon so?)
Lg aus Wien
Nico
Geschrieben von: DJSMP

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 16.01.2019 10:25

Eine PK 6 war in Deutschland schon immer länger als eine PK 1.

Nach meinem aktuellen Kenntnisstand werden wir in Deutschland, sofern das bei ICAO so durchgeht, ein System von Kategorien (wie man sie denn auch immer nennen mag) beibehalten. Es soll wohl für jeden Schulungsinhalt zwei Zeitansätze geben. Einen größeren Zeitansatz, wenn das Thema beim Teilnehmer vorkommt und einen geringen Zeitansatz, wenn das Thema beim Teilnehmer nicht vorkommt und damit nur kurz angeschnitten werden muss.
Geschrieben von: Nico

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 21.10.2019 06:44

Halli Hallo aus dem kühlen Wien,

ich wollte hier mal nachfragen ob sich in D etwas bei dem Thema getan hat? Wir wurden für Anfang November zum Follow Up Workshop eingeladen der wohl in Zusammenarbeit zwischen Austro Control und LBA stattfindet. In der Einladung steht, dass man über den letzten Stand informieren möchte und die möglichen neuen Rahmenbedingungen ausarbeiten und erörtern möchte.

lg
Nico
Geschrieben von: M.A.T.

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 15.01.2020 12:02

Hallo, Nico
es tut sich was, wenn auch eher durch A und nicht durch D. Im Februar soll Fr. Böhm von der Austrocontrol in Hamburg berichten (und einen Workshop leiten), wie es um die aufgabenorientierte Schulung steht.
Gruß
M.A.T.
Geschrieben von: DJSMP

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 16.01.2020 10:10

Ich will die Euphorie nicht bremsen. Aber die Workshops in Wien waren eher wenig im Sinne von "es tut sich was".
Geschrieben von: M.A.T.

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 16.01.2020 11:06

Hallo, DJSMP,
An Euphorie leide ich nicht, wohl aber an Hoffnung, daß wenigstens von den Kollegen aus Österreich hier was kommt. Von den dt. Behörden hört man in dieser Frage seit Jahren absolut nichts. Genau wie zu der GGVL.
Gruß
M.A.T.
Geschrieben von: Floridacargocat

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 18.01.2020 04:13

Habe heute den Bericht der ICAO ueber ihre Tagung im September 2019 bekommen (durch die Unterstuetzung der FAA) (siehe ICAO DGP/27 Final Report).. Das CBTA (Competence-based Training & Assessment) nimmt einen doch sehr breiten Platz in diesem Bericht ein, und er ist definitiv nicht leicht zu lesen. Was sich grundsaetzlich aendern wird ist eine Ueberpruefung der praktischen Faehigkeiten des Kandidaten unter Beaufsichtigung UND eine Bewertung seiner Faehigkeiten, d.h. dass ein Fragebogen nicht nur "erfolgreich" ausgefuellt werden muss, sondern es kommt noch eine praktische Pruefung inkl. Bewertung hinzu.
Wenn ich das richtig gelesen habe, dann wird eine Aussage gemacht ueber
- das WAS geprueft werden soll.
Es wird aber keine Aussage gemacht ueber
- das Wie
- Wie oft
- welche Standards anzulegen sind (Nachtrag am 19.1.2020. Theoretische Pruefung mind. 80 % richtig beantwortet werden(???), praktische Pruefung ??? Kann hier die Bewertung mit Hilfe der Acceptance Checklists erfolgen? Wieviele Fehler duerfen da gemacht werden?)
- welcher Zeitaufwand ist vorzusehen
- in kleineren Unternehmen ist anzunehmen, dass es eine Vermischung der verschiedener Funktionen gibt. Soll / Darf das Training dann Funktions-uebergreifend stattfinden (wuerde sich aus diesem Bericht ableiten lassen) "koennen"?
- Welche nachpruefbare Kompetenz muss der Trainer / Auditor nachweisen koennen? [Nachtrag am 19.1.2020. Die Kompetenz des Trainers ist definiert und bleibt diesselbe wie vorher; wohingegen keine Aussage ueber den Auditor gemacht wird )

Sollte ich diesen Bericht nicht richtig gelesen haben, dann kann mir vielleicht jemand helfen, dass ich das richtig sehen kann.

Die gegenwaertige Haltung der FAA ist, dass man prueft, inwieweit sich Veraenderung gegenueber den bisherigen Praktiken ergeben werden. Ein verbindlicher Zeitplan wurde mir nicht mitgeteilt.

Vielleicht waere es hilfreich, wenn die ACG auf obige Fragen waehrend der Hamburger Gefahrgut Tagung eine klare Aussage machen kann. Bei allem Respekt fuer die Bemuehunge der ACG verbleibt immer noch die Abklaerung der wirtschaflichen Kosten fuer das Konzept CBTA. Hat sich jemand einmal die Muehe gemacht, auch nur einen Ansatz zur Kostenrechnung fuer dieses Konzept durchzufuehren? Unternehmen werden mit Hilfe von Budgets gesteuert; Wenn hier die Budgetposten nicht richtig angesetzt werden, dann gibt es einen Haufen von unnuetzen und zeitraubenden Diskussionen.
Sollte das LBA ebenfalls eine Aussage machen wollen, dann waere man ja schon ein Stueckchen weiter, allerdings sollte das LBA auch endlich mal eine Gefahrgut VO Luft in die Wege leiten, um den Rechtssicherheitsstand zu verbessern.
Geschrieben von: Nico

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 18.01.2020 11:56

Ursprünglich geschrieben von: Floridacargocat
Habe heute den Bericht der ICAO ueber ihre Tagung im September 2019 bekommen (durch die Unterstuetzung der FAA) (siehe ICAO DGP/27 Final Report).. Das CBTA (Competence-based Training & Assessment) nimmt einen doch sehr breiten Platz in diesem Bericht ein, und er ist definitiv nicht leicht zu lesen. Was sich grundsaetzlich aendern wird ist eine Ueberpruefung der praktischen Faehigkeiten des Kandidaten unter Beaufsichtigung UND eine Bewertung seiner Faehigkeiten, d.h. dass ein Fragebogen nicht nur "erfolgreich" ausgefuellt werden muss, sondern es kommt noch eine praktische Pruefung inkl. Bewertung hinzu.



Das ist einer der Punkte der mich immer noch etwas überrascht. Wie finden denn derzeit in Amerika die Prüfungen statt? Ein reines wie gehe ich mit dem buch um?
Seit der ersten von mir abgelegten Prüfung waren immer Beispiele in den Prüfungen. Theoriefragen und 2-3 Fallbeispiele. Ich habe 2020 neue PK6 prüfungen erstellt und habe großen Wert darauf gelegt praxisnahe Beispiele (Fotos von tatsächlichen Sendungen die ich eventuell etwas bearbeitet habe) einzubauen.
Ein vorgeschriebener Praxisteil von 40% im Training, so wie es im Herbst beim Workshop angeführt wurde, klang im ersten Moment für nicht nur mich etwas erschreckend. Denn mein Gedanke war, Praxis bedeutet, ich muss mit den Teilnehmern an ihren Arbeitsplatz und so ihre Fährigkeiten prüfen. Durch den Nachmittagsteil des Workshops wurde dann klar, dass es so nicht gemeint ist. Dass nichts andres als jene Beispiele gemeint sind, die ich soweiso schon aus den Trainings (seien es meine eigenen oder jende ich die absolviert habe) kenne. Natürlich sind meine Trainings so aufgebaut wie jene durch die ich mit der Materie in Berühung gekommen bin und haben sich dann im laufe der Jahre an die Praxisfälle die ich so mitbekommen habe angepasst. Seien es nun Fotos die ich zeige um mit den Teilnehmern gemeinsam auf Fehlersuche zu gehen, Pakete auf Papier die dahingehend beschriftet oder bezeichnet werden, was drauf sein muss usw. Natürlich, das Beispiel der ACG mit einem physischen Paket, das mit magenetischen Kennzeichen und Markierungen versehen wird ist sehr nett aber erzielt meiner Auffassung nach eine ähnliche Wirkung wie Fotos usw. Vor allem finde ich dass ein webbased Training (das virtuelle Klassenzimmer, dass beim Workshop präsentiert wurde) einen 40% "Praxisteil" (ich tu mir echt schwer, es Praxisteil zu nennen wenn es Fotos udg sind) nur schwer einbauen kann. Ich weiß schon, dass die Zukunft dem webbased training gehören wird, aber einige Dinge kann man einfach nur direkt vermitteln (meine Meinung, bin ja nimmer die jüngste und daher vielleicht schon "old school" - nein mein Alter wird nun nicht verraten- frauen und alter und so )
Bei PK 6 Trainings ist es für mich wichtig eine gute gute Kombination aus "Wie funktioniert der Umgang mit dem Buch" (was ein eher trockenere Theorieteil ist) und aber auch eben Praxisbeispiele. Im workshop wurde ua gesamt, dass man zB auch auf Hausaufgaben zurückgreifen dürfte. Pfff, ja, hab ich auch schon erlebt und wenn mich ein Teilnehmer danach frage, er würde gern abends was üben, geb ich auch gern was her, mach ich aber eher nicht so gerne. Gerade in Erstkursen ist der Stoff teilweise rech überwältigend und mir ist lieber man lässt den Stoff sacken und wir starten am nächsten Tag mit einer kleinen Wiederholung um das gehörte zu vertiefen.
In kleineren, spezialisierten Trainings, zb reine Versender von UN1845 die natürlich ein Trainings benötigen aber zB keine DGD ausstellen müssen, setze ich auf sehr viel Praxisteil. Jede Menge Bilder und Übungen, der Theorieteil ist eher klein, quasi ein Grundwissen zum Thema Gefahrgut, nicht nur wie mit den Vorschriften umzugehen ist sondern auch wie die Transportkette und die Funktion aller Beteiligten funktioniert und meiner Meinung nach schon jetzt mehr als 40% Praxisteil. Ich finde eine Pauschale Aussage ist hier schwer zu treffen, es kommt auf das Anforderungsprofil an.
Von daher sind für mich die größten noch offenen Punkte Wie finde die Beurteilung statt und wer wird die Beurteilung und vor allem die andauernde Beurteilung der Fähigkeiten durchführen. Wie oft muss das assessment gemacht werden und wie Beurteile ich die Fähigkeiten bzw die Einstellung?? Wann erhält der Teilnehmer sein Zertifikat? Der Trainer kann nur die Wissenvermittlung überprüfen, wie soll ich prüfen ob der Teilnehmer seinen Job dann gut macht? und vor allem darf er ja ohne Zertifikat seinen Job gar nicht machen?!

In der Theorie klingt vieles toll und sicherheitsrelevant doch je länger, je aufwendiger es wird, desto höhere Kosten entstehen, das sollte jedem klar sein, Trainer arbeiten nicht umsonst, der Zeitaufwand, die Vorbereitung, der administrative Aufwand, all das will berücksichtigt und bezahlt werden.
Und es wird eine Umstellung werden die Zertifikate dann lesen zu können. Ob ich nun auf dem Zertifikat PK1 stehen habe und man weiß, ah das ist jemand der Versenden darf, oder ob eine Rückseite mit allen "Modulen" angeführt wird (hoffentlich reicht dafür eine Seite) ist schon etwas anderes.

2021 ist nicht mehr lange hin und wir können gespannt sein, was da kommt.
lg
Nico
Geschrieben von: M.A.T.

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 18.01.2020 12:32

Hallo, Nico,
ganz tollen Dank für diesen tiefen Einblick in die Schulungspraxis. Beim Lesen hab ich mich mehrfach gefragt, wie sowas "virtuell" vermittelt werden soll, wenn die ganze Diskussionsatmosphäre mit den TN fehlt. Außerdem ist das wohl ziemlich teuer, solche ganz individuell zugeschnittenen Module zu erstellen, vor allem elektronisch (Beispiele, Videos, Abläufe...) und eben nicht für andere Schulungen verwertbar. Praktisch läuft das auf eine Einzelunterweisung hinaus. Wer soll das bezahlen? Was passiert, wenn der Mitarbeiter dann auch mal einen anderen Handgriff machen soll, der nicht "zertifiziert geschult" wurde? Mir scheint das ganze eher daraus motiviert zu sein, daß ICAO oder IATA hier Geld mit Schulungsinhalten verdienen wollen und nicht, daß die Sicherheit verbessert wird. Ähnlich wie mit den IATA-DGR, deren Änderungsfrequenz in keinem Verhältnis zu Sicherheitsgewinn oder Kosten steht.
Gute Ausbildung heißt immer Erklären, Zeigen, Machenlassen, Überprüfen und gemeinsam Bewerten. das geht nur von Mann zu Mann.
Weil die Behörden offensichtlich selbst noch schwimmen glaube ich nicht, daß die Umstellung 2021 kommt. Ich könnte mir vorstellen, daß entweder noch deutlich längere Übergangsfrist kommt oder diese ganze Vorstellung den Weg von Air Eligible nimmt.
Gruß
M.A.T.
Geschrieben von: DJSMP

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 20.01.2020 14:07

Ich gebe mal, fast ungefiltert, meinen vor einigen Tagen per E-Mail an einen hier bekannten Forenteilnehmer formulierten Einblick wieder:

"Die positiven Anmerkungen überraschen mich. Ich sehe das Ganze für die Schulungsunternehmen weniger positiv.

Mein Chef hat sich in Wien die Tagung (bei der das LBA als Mitveranstalter komplett fern geblieben ist und keinen einzigen Mitarbeiter geschickt hat) für mich angetan und wenig Positives zur Umsetzung berichtet. Unter Anderem ist überhaupt nicht klar, welche Anforderungen und Voraussetzungen ein Assessor/Auditor erfüllen muss, der die Beurteilung des Arbeitsplatzes vor der Schulung und die Beurteilung des Teilnehmers nach der Schulung im Job umsetzen wird. Auch ist national nicht geregelt, wie genau so eine Beurteilung ablaufen soll.

Die Industrie wird die Zusatzkosten für die Beurteilung vor und nach der Schulung kaum bezahlen wollen. Es wird viel zu sehr davon ausgegangen, dass die Kunden alle mitziehen. Wie soll denn die Übergangszeit funktionieren, wenn einige billigere Schulungen nach dem alten System und andere teurere Schulungen nach dem neuen System mit Beurteilungen anbieten? Frau Böhm von der Austro sagt immer, man will probieren. Aber das versteht doch kein Kunde, der nur die Dollarzeichen sieht. Wo sollen die Versuchskaninchen herkommen?

Und was passiert, wenn ein Assessor der Meinung ist, dass der Teilnehmer nach der Schulung seinen Job nicht erledigen kann? An welchen Kriterien soll man beispielsweise die persönliche Einstellung bewerten? Es lässt doch kein wirtschaftlich denkender Trainer den Teilnehmer wegen sowas „durchfallen“. Da ist doch ein Geschiebe und Betrug vorprogrammiert.

Selbst in Deutschland und Österreich müsste es verbindliche Regelungen für die Beurteilungen geben. Es kann ja nicht sein, dass ein Assessor nach der Schulung in das Unternehmen geht und sich vom Teilnehmer wirklich die Abwicklung einer Gefahrgutsendung zeigen lässt (wenn denn überhaupt eine ansteht) und der andere nur ein Telefon-Interview durchführt. Hier ist überhaupt nichts klar oder geregelt!

Wir starten in Deutschland frühestens 2023, auch wenn Österreich, wie auch immer, 2021 starten will.
[...]

Meine Meinung...
Geschrieben von: M.A.T.

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 21.01.2020 06:31

Ursprünglich geschrieben von: DJSMP
... Tagung (bei der das LBA als Mitveranstalter komplett fern geblieben ist und keinen einzigen Mitarbeiter geschickt hat) für ...


Nicht wirklich, oder? Das wäre ja unerklärlich.
confused
M.A.T.
Geschrieben von: Nico

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 21.01.2020 10:27

Ursprünglich geschrieben von: DJSMP
Ich gebe mal, fast ungefiltert, meinen vor einigen Tagen per E-Mail an einen hier bekannten Forenteilnehmer formulierten Einblick wieder:

"Die positiven Anmerkungen überraschen mich. Ich sehe das Ganze für die Schulungsunternehmen weniger positiv.

Mein Chef hat sich in Wien die Tagung (bei der das LBA als Mitveranstalter komplett fern geblieben ist und keinen einzigen Mitarbeiter geschickt hat) für mich angetan und wenig Positives zur Umsetzung berichtet. Unter Anderem ist überhaupt nicht klar, welche Anforderungen und Voraussetzungen ein Assessor/Auditor erfüllen muss, der die Beurteilung des Arbeitsplatzes vor der Schulung und die Beurteilung des Teilnehmers nach der Schulung im Job umsetzen wird. Auch ist national nicht geregelt, wie genau so eine Beurteilung ablaufen soll.

Die Industrie wird die Zusatzkosten für die Beurteilung vor und nach der Schulung kaum bezahlen wollen. Es wird viel zu sehr davon ausgegangen, dass die Kunden alle mitziehen. Wie soll denn die Übergangszeit funktionieren, wenn einige billigere Schulungen nach dem alten System und andere teurere Schulungen nach dem neuen System mit Beurteilungen anbieten? Frau Böhm von der Austro sagt immer, man will probieren. Aber das versteht doch kein Kunde, der nur die Dollarzeichen sieht. Wo sollen die Versuchskaninchen herkommen?

Und was passiert, wenn ein Assessor der Meinung ist, dass der Teilnehmer nach der Schulung seinen Job nicht erledigen kann? An welchen Kriterien soll man beispielsweise die persönliche Einstellung bewerten? Es lässt doch kein wirtschaftlich denkender Trainer den Teilnehmer wegen sowas „durchfallen“. Da ist doch ein Geschiebe und Betrug vorprogrammiert.

Selbst in Deutschland und Österreich müsste es verbindliche Regelungen für die Beurteilungen geben. Es kann ja nicht sein, dass ein Assessor nach der Schulung in das Unternehmen geht und sich vom Teilnehmer wirklich die Abwicklung einer Gefahrgutsendung zeigen lässt (wenn denn überhaupt eine ansteht) und der andere nur ein Telefon-Interview durchführt. Hier ist überhaupt nichts klar oder geregelt!

Wir starten in Deutschland frühestens 2023, auch wenn Österreich, wie auch immer, 2021 starten will.
[...]

Meine Meinung...



Klang mein Beitrag so positiv? Also in einigen Punkten ist hier auf jeden Fall noch viel offen. Vor allem das Thema Assessor ist etwas knifflig finde ich. Vor allem wenn einer anders Bewertet wie der andre und dann vorgeworfen wird, du wolltest den doch nur in deine Schulungen locken.

lg
Nico
Geschrieben von: DJSMP

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 21.01.2020 17:56

Ursprünglich geschrieben von: M.A.T.
Ursprünglich geschrieben von: DJSMP
... Tagung (bei der das LBA als Mitveranstalter komplett fern geblieben ist und keinen einzigen Mitarbeiter geschickt hat) für ...


Nicht wirklich, oder? Das wäre ja unerklärlich.
confused
M.A.T.


Doch genau so war das. Kein EINZIGER LBA Mitarbeiter war in Wien!
Geschrieben von: DJSMP

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 21.01.2020 17:57

Ursprünglich geschrieben von: Nico


Klang mein Beitrag so positiv? Also in einigen Punkten ist hier auf jeden Fall noch viel offen. Vor allem das Thema Assessor ist etwas knifflig finde ich. Vor allem wenn einer anders Bewertet wie der andre und dann vorgeworfen wird, du wolltest den doch nur in deine Schulungen locken.

lg
Nico


Das bezog sich nicht auf die Beiträge hier sondern auf eine E-Mail.
Geschrieben von: M.A.T.

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 29.02.2020 09:02

Hallo zusammen,
falls jemand in HH dabei war: wurde was konkret zur Umsetzung des zukünftigen Trainingskonzeptes in D gesagt? Über zwei Ecken habe ich gehört, daß es zumindest eine 5jährige Übergangsfrist geben soll. Wie der Spagat zwischen Kosten und betriebs- und arbeitsplatzspezifischer Unterweisung gelöst werden soll, wüßte ich auch gerne. Und wie eine Bewertung ("assessment") der Motivationslage der Schulungsteilnehmer machbar ist, auch. Erinnert irgendwie an die Gewissensprüfung längst vergangener Zeiten wink
Gruß
M.A.T.
Geschrieben von: Cargomaus

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 20.08.2020 13:35

Wir haben mittlerweile Mitte August 2020 und still ruht der See.

Ich finde es gelinde gesagt zum Verzweifeln. Persönlich habe ich nichts gegen eine Überarbeitung des Abschnitts 1.5 mit den Schulungsanforderungen. Die gerne herangezogene Tabelle 1.5.A ist ja nicht wirklich sehr aussagekräftig, inwiefern der einzelne Beteiligte mehr oder weniger detailliert über ein genanntes Thema geschult werden muss. Hier hätte man sowohl die Themen anpassen und etwas spezifizierter benennen können als auch die Einteilung der Personalkategorien und die damit generell verbundenen Aufgabengebiete besser ausarbeiten können. Dann könnte das Thema längst erledigt sein.

Das Lesen der Letilinien im Anhang H grenzt meines Erachtens schon an Körperverletzung. So viel heiße Luft, ohne konkrete Inhalte und Lösungen habe ich selten gelesen. Allein wenn ich ständig lese "Der Arbeitgeber muss...". Der Arbeitgeber weiß in der Regel am allerwenigsten, was seine Mitarbeiter an Schulungsinhalten benötigen, eher am Besten so wenig (und billig) wie möglich.

Nach der Veranstaltung in Wien im November 2019 war ich ein wenig beruhigt, wurde dort von Austrocontrol (großes Lob!) eben genau das versucht, die Inhalte und Wege zu einer "befähigungsorientierten Schulung" zu beschreiben. Und doch ist da am Ende zuviel "Manager-Seminar" übrig geblieben. Die innere Einstellung der Teilnehmer beurteilen? Ist das meine Aufgabe zukünftig als Dozent? Zumal ich in der Regel keine Probleme mit meinen Teilnehmern diesbezüglich habe. Diese wissen, dass sie die Schulung für ihre Arbeit brauchen und dementsprechend motoviert sind sie bei der Sache. Und natürlich frage ich vorher in die Runde, was jeder so an Gefahrgut und Aufgaben hat und passe meine Schulung "befähigungsorientiert" entsprechend an.

Mehr praktische Inhalte (z.B. Kartons falten bei PK 1/2 oder Annahmecheckliste für eine verkorkste Sendung ausfüllen bei PK 6), schön und gut. Die nach wie vor offene Frage des Assesments. Wer soll den Aufwand bezahlen? Meint man, nur weil man das im Bereich Luftsicherheit bereits auf die Spitze getrieben hat, dass man die Industrie auch hier dazu bekommt, das Spielchen mitzuspielen? Oder wird dann zukünftig aus Kostengründen nur noch jeder zweite Mitarbeiter anständig nach IATA-DGR geschult?

Bleibt es in Deutschland bei den angekündigten 5 Jahren Übergangsfrist oder werden es doch nur 2 Jahre?

Mir ist warm, ich leg mich noch mal hin... wir sehen uns 2021 (Sarkasmus)
Geschrieben von: Nico

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 20.08.2020 16:28

Hallo!

Ganz so still ruht der See, zumindest in AT, nicht. In Österreich haben wir nun meines Wissens nach bereis 3 auf Probe anerkannte Veranstalter für bestimmte CBTA Schulungen. Austro Control hatte uns nahegelegt mit kleinen Schulungen (verkürzt auf wenige UN-Nummern) zu beginnen, ich weiß aber auch, dass es schon einen Anbieter gibt der für eine Komplettschulung anerkannt wurde. Die Anerkennungen laufen bis Ende des Jahres, dann sollen Feedbackgespräche stattfinden und die weitere Vorgehensweise besprochen werden (ich hoffe natürlich, dass die Anerkennung verlängert wird, denn ich hab da einiges an Koronakurzabreitzeit und Geld investiert...)
Ich habe eine Anerkennung für "Personal, das für die Vorbereitung von Gefahrgut-Sendungen verantwortlich ist, inklusive Klassifizierung bzw. Verpacken derselben" (vormals PK 1) gültig für UN 3373, UN 1845 und UN 3245 erhalten.Es muss auch beides vorläufig auf dem Zertifikat stehen. Auf der Rückseite des Zertifikates werden die Tasks und die "Sternchen" angeführt. Derzeit wird immer noch von der 5 Jährigen Übergangsfirst gesprochen in der die beiden Schulungsvarianten parallel zueinander laufen. Meines Wissens nach soll ja nächstes Jahr dei Tabelle 1.5.A aus der IATA verschwinden und nur noch CBTA angeführt sein.

Interessant fand ich dass der 3. Schulungsveranstalter, der sich ebenfalls auf diese Un-Nummern hat anerkennen lassen, ein anderes Konzept eingereicht hat. Man probiert jetzt also ein wenig herum, die Behörde hat Spielraum und wir finden so hoffentlich die Bestmögliche Schulungsmethode.
t
Ich mag Präsenzschulungen, ich finde den direkten Kontakt wichtig. Ich habe die Zulassung für CBTA Präsenzschulungen aber auch CBTA Schulung über virtuelles Klassenraum (GoToMeeting) beantragt und bekommen. Der Mitbewerb macht Task 0 als E-Learning und dann muss ein Praxistag gemacht werden (in AT die die gesetzliche Vorgabe 2 Werktage für diese verkürzten Schulungen, das war bisher so und wird vorläufig so belassen). Praxistag (und das ist auch für mich eine Vorgabe gewesen) ist dass tatsächlich Versandstücke "gemacht" werden müssen. Also in Schulung über das virtuelle Klassenzimmer muss alles nötige im Vorfeld von mir per Post dem Teilnehmer zugeschickt werden und wir sitzen dann vor der Webcam und "basteln" Versandstücke die ich dann bewerte. (So wie man es in Hamburg am 2. Tag gesehen hat)

Die Asessments nach der Schulung sind noch ein offener Punkt. Im Kurs müssen aber auch schon Assessments stattfinden und durch die kann ich feststellen wo der Teilnehmer Schwachstellen hat und ihm dann gezielt auf diese Punkte nochmal genauer schulen. Die Assessments finden schriftlich statt und werden von mir überprüft. Der Abschlusstest findet zusätzlich statt. Es ist also für den Trainer schon ein Mehraufwand.

Ich weiß jetzt nicht wies beim Mitbewerb ist aber ich habe nächste Woche die ersten CBTA Schulungen (2 x Refresherkurse und 1 x Initial) Bis Ende des Jahres ind 8 CBTA Schulungen fix vereinbart. Jeder Teilnehmer bekommt entsprechende Feedbackbögen und ich hoffe, dass ich dadurch viel konstruktive Kritik für das Feedbackgespräch mit der Behörde sammeln kann. Einen Großteil der Teilnehmer kenne ich schon und werde auch mehrfach nach ehrlichem konstruktiven Feedback bitten. Nicht nur einfach dei obligatorischen Kreuzchen sondern auch Anmerkungen. Ich bin schon sehr auf die nächste Woche gespannt. Es hat mich doch einiges an Vorbereitungsarbeit gekostet und zusätzlich muss ich auch auf die Coronavorgaben achten, das macht es noch etwas spannender. Der Kunde nächste Woche hat mir im Vorfeld ein "Hygienehandbuch" geschickt an das ich mich strikt halten muss. Ich werde die Versandstücke also nach dem Prasixteil versuchen zu desinfizieren xD

Theoretisch wäre meines Wissens nach auch dieses Jahr wieder etwas ähnliches wie voriges Jahr von der ACG geplant. So hies es jedenfalls zu Beginn des Jahres als es noch ach einem "normalen" Jahr 2020 aussah. Ich weiß nicht wie sehr Corona sich nun auswirken wird, aber ich weiß dass die ACG intensiv an dem Thema arbeitet.

lg
Nico
Geschrieben von: Nico

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 26.08.2020 10:27

Also nach den ersten Trainingstagen kann ich sagen, dass die Schulung bei den Teilnehmern gut ankommt. Vor allem die im Kurs stattfindenden assessments und der Praxisteil. Die Feedbackbögen und auch Gespräche mit den TN sind sehr positiv (und ich habe um ehrliche, konstruktive Kritik gebeten damit wir hier auch etwas sinnvolles für alle Beteiligten auf die Beine stellen können)
Geschrieben von: DJSMP

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 27.08.2020 13:08

Laut Aussage des LBA vor 14 Tagen steht ein Start in D weiterhin in den Sternen.

Land der Berge, Land am Strome,
Land der Äcker, Land der Dome,
Land der Hämmer, zukunftsreich.

Einigkeit und Recht und Freiheit
für das deutsche Vaterland!
Danach lasst uns alle streben
brüderlich mit Herz und Hand!

Noch Fragen? wink
Geschrieben von: Nico

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" - 07.10.2020 16:58

Hochkram und raufschupps.
Tut sich bei euch in DE was beim Thema CBTA?
Nachdem ich heute die nächste Erstschulung abgeschlossen habe, morgen nen Refresher habe, nächste Woche 2 Erstschulungen übernächste wieder eine Erstschulung wollt ich mal fragen ob sich was tut? Also mir machts Spass laugh

Grüße aus dem Land der Berge (gerade im Risikogebiet Tirol also wirklich die Berge vor der Nase)
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