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metallografisches Ätzmittel als Abfall #41255 14.09.2026 10:28
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ziesel29 Offline OP
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Hallo in die Runde,
bei uns im Haus hat ein Werkstoffprüfer ohne mein Wissen 500 ml Methanol und 150 ml Salpetersäure gemischt, um damit ein Ätzmittel für eine Elektropolitur herzustellen. Dabei entsteht nach meinen Recherchen Methylnitrat, eine hochexplosive Flüssigkeit und Wasser. Ich weiß nun nicht, ob die Lösung jetzt auch schon explosiv ist oder nur der Reinstoff (nach Destillation)? Und wie wäre das bei der Entsorgung zu klassifizieren?
Vielleicht hat hier jemand Erfahrung mit sowas?

Danke schon mal für eure Hilfe!

Re: metallografisches Ätzmittel als Abfall [Re: ziesel29] #41256 14.09.2026 12:19
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DJSMP Offline
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Damit du erstmal nicht allein bist, ein kurzer Beitrag von mir. :-)

Meine Recherche als Nicht-Chemiker führte mich zu den von dir schon zitierten Ergebnissen der KI, ohne dass ich jetzt schlauer wäre.

Aus der Sicht der Arbeitssicherheit frage ich mich zunächst, wie der Werkstoffprüfer einfach mal so was zusammenmischen kann, was offensichtlich so vorher auch noch nie stattgefunden hat (oder du keine Kenntnis hattest :-) ). Ist der ein Beschäftiger deines Unternehmens oder einer externen Firma? Habt ihr da ein Labor, wo man sowas mischen kann? Wurden da Arbeitsbedingungen beurteilt, Gefährdungsfaktoren ermittelt, Schutzmaßnahmen festgelegt, etc etc? Dann müsste es ja auch nen Chemiker geben, der sagen kann, was da raus kommt und welche Gefahren bei Methylnitrat, wenn dieses Nebenprodukt tatsächlich entstehen sollte, raus kommen. Ich kanns mir ehrlich gesagt noch nicht vorstellen, dass das wirklich entstanden sein soll.

Ich denke, das erste Thema hast du zunächst im Unternehmen. Wenn die Mischung wirklich die beschriebenen Eigenschaften hätte, wäre das ja fatal und auch nicht unbedingt fürs Gebäude bestimmt. Hier muss ein Chemiker ran. Vielleicht gibt es hier einen im Forum.

Die Entsorgung wäre dann erst nachrangig. Über die abfallrechtliche sowie gefahrgutrechtliche Einstufung kann man wirklich erst entscheiden, wenn man weiß, wovon gesprochen wird. Und ob sich da ein Entsorger findet...?

Re: metallografisches Ätzmittel als Abfall [Re: ziesel29] #41258 14.09.2026 13:04
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Moin!

hättest Du vielleicht noch paar mehr Infos zu den Stoffen? Also jeweils Konzentration und Qualität. Dann kann man abschätzen, wieviel ca. entstanden sein könnte (zumindest im konservativen Ansatz). Von einer destillativen Trennung würde ich abraten.

Ggf. ließe sich bereits entstandenes MethNO3 im alkalischen hydrolysieren.


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