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Gefahrstoff Lagerung in automatischen Hochregalen #31515 16.09.2021 13:29
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robertl Offline OP
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Liebe Forums Mitglieder!

Ich habe mich neu in Eurem Forum registriert, weil ich auf der Suche bin nach Normen, Richtlinien, Erfahrungen, etc. zu diesem Thema.

Bin Mitarbeiter eines großen Intralogistik Anbieters. Wir stellen vollautomatische Hochregalläger für Paletten und auch Miniload Ladungsträger her. Unter Miniload verstehen wir in der Branche Kunststoffladungsträger, aber auch Kartons im Format im Bereich von LxB: 250x250mm bis rund 850x650mm.

In diesen Hochregallägern werden oben genannte Ladungsträger ohne menschliches Zutun ein- und wieder ausgelagert.
Die Dimensionen dieser Hochregale können sehr groß werden. So ist es nicht ungewöhnlich, dass ein einzelnes Hochregal 100m lang und 20m hoch ist. Somit finden dort abertausende Ladungsträger Platz.

Wir wurden in der Vergangenheit immer wieder mal von Kunden mit der Einlagerung von diversen Gefahrstoffen in diese Systeme konfrontiert. Verneinten dann aber die Tauglichkeit unserer Systeme dafür.

Da wir zukünftig aber unseren Kunden die Möglichkeit geben wollen darin Gefahrstoffe einzulagern habe ich begonnen dazu zu recherchieren.

Bisher bin ich unter vielen Ergebnissen auch auf die TRGS 510 gestoßen, die für mich sehr informativ war.
Jedoch enthält sie fast keine Informationen zu meiner Herausforderung.

Ich frage daher mal in die Runde, ob mir jemand ein paar Hinweise geben könnte, wo ich dazu mehr an Infos finde.

Vielen Dank schon im Voraus für Eure Teilnahme an dieser Diskussion!

Liebe Grüße, Robert


Zuletzt bearbeitet von robertl; 16.09.2021 13:29.
Re: Gefahrstoff Lagerung in automatischen Hochregalen [Re: robertl] #31516 16.09.2021 14:18
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Michael Offline
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Hallo Robert,

ich möchte Dir da einmal widersprechen. Ich denke die TRGS 510 liefert Dir da grade Deine Herausforderungen. Die Frage ist eher, ob Du sie erkennen kannst.

Versuche sie einmal wirklich mit den Gedanken im Hinterkopf durchzuarbeiten, wie die Anforderungen von Euch erfüllt werden können.

Ein wichtiger Punkt dabei ist sicherlich, dass oft das ganze Regal in einem Brandabschnitt steht. Das ist schon entscheidend für die Mengen die (dann überwacht) dort eingelagert werden können. Ferner könnte man Wannenplätze in der unteren Ebene realisieren, was dort gelagert werden soll muss aber auch exklusiv dort hin geroutet werden.
Je nach Kunde wären die Zusammenlagerverbote dann auch relevant...

Das beträfe aber neben dem physikalischen Aufbau erst einmal die Steuerung und die Einlagerungsalgorythmen.

Abhängig von den Gefahrstoffen wären noch technische Fragen zu klären (Funkenschlag an Stromführungen, etc.). Hier könnte man dann auch noch zusätzliche Maßnahmen wie z.B. die Verringerung des Sauerstoffgehaltes in dem Bereich in Erwägung ziehen, da ja keine Personen im HRL arbeiten sollten.

Ich kenne mehrere HRL, welche auch Gefahrstoffe lagern. Bis hin zu 35m Höhe. Sogar Verschieberegale mit Einzelsprinklerung.

Was natürlich bei Kunststoffkästen als Lagerbehälter erschwerend dazu kommt wäre der Brandschutz, da sich ja die Kisten langsam von oben nach unten füllen. Hier müssten eventuell Kisten mit Lochböden genutzt werden.


Sicher ein weites Feld, was nicht so einfach in einem Forum schnell beschrieben ist.

Re: Gefahrstoff Lagerung in automatischen Hochregalen [Re: Michael] #31517 16.09.2021 14:30
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robertl Offline OP
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Registriert: Sep 2021
Beiträge: 2
Hallo Michael!

Vielen Dank für Deine schnelle Reaktion zu meinem Thema!

Gerade die Steuerung und die Einlagerungsalgorythmen sehen wir als große Herausforderung an. Man muss ja letztendlich darüber dann sicherstellen, dass die Gefahrstoffe in die richtigen Bereiche des Hochregals eingelagert werden. Nicht auszudenken, was passieren kann, wenn einer dieser Gefahrstoffe in einem nicht dafür vorgesehenem Hochregallager eingelagert wird.
Wir könnten uns vorstellen dazu eine FMEA zu machen und möglichst alle Fehlereinflüsse zu reduzieren, aber letztendlich bleibt das Risiko dann doch noch bestehen. Auch wenn es gering ist.

Hast Du dazu auch Erfahrungen gemacht, wie dieser Aspekt in der Praxis gehandhabt wird?

Vielen Dank!

Liebe Grüße, Robert


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