Gefahrgut-Foren.de
vorheriges Thema
nächstes Thema
Thema drucken
Seite 2 von 2 1 2
Re: Entsorgung "infekter" Abfälle, richtig oder nicht? [Re: lost_in_GG] #41028 30.06.2026 18:10
Registriert: Oct 2020
Beiträge: 76
ATHI Offline
Vollmitglied
Offline
Vollmitglied
Registriert: Oct 2020
Beiträge: 76
Ursprünglich geschrieben von: lost_in_GG
. Siedlungsabfälle werden aber für gewöhnlich nicht verdichtet - unsere Presse hingegen schon. Die LAGA selbst untersagt das verdichten von Infektiösen Material. Wie bekomme ich das unter einen hut?

Siedlungsabfälle werden meistens verdichtet. Für 180104 werden Nass-Pressen eingesetzt, die Flüssigkeiten zurückhalten können. Dieser Abfall geht direkt in die Verbrennung einer Hausmüllverbrennungsanlage, ohne den Umweg über eine Vorsortierungsanlage. Die Abfälle, die als infektiös eingestuft werden, gehen in 30-60l Medizinischen Einwegbehältern in die Sonderabfallverbrennungsanlage. Ich habe mir neulich eine Anlage angeschaut, die infektiöse Abfälle vor Ort sterilisiert/desinfiziert, da wird der infektiöse Abfall in Säcken reingeworfen und kommt als "ungefährlicher" Abfall wieder raus... ein Horror für jede FASi.


_________
Gruß
André
Re: Entsorgung "infekter" Abfälle, richtig oder nicht? [Re: ATHI] #41030 01.07.2026 09:43
Registriert: May 2026
Beiträge: 5
L
lost_in_GG Offline OP
Einsteiger
OP Offline
Einsteiger
L
Registriert: May 2026
Beiträge: 5
Ursprünglich geschrieben von: ATHI
Ursprünglich geschrieben von: lost_in_GG
. Siedlungsabfälle werden aber für gewöhnlich nicht verdichtet - unsere Presse hingegen schon. Die LAGA selbst untersagt das verdichten von Infektiösen Material. Wie bekomme ich das unter einen hut?

Siedlungsabfälle werden meistens verdichtet. Für 180104 werden Nass-Pressen eingesetzt, die Flüssigkeiten zurückhalten können. Dieser Abfall geht direkt in die Verbrennung einer Hausmüllverbrennungsanlage, ohne den Umweg über eine Vorsortierungsanlage.


Wir haben keine Nasspresse, sondern eine normale Presse, bei der während der Pressvorgang theoretisch Luft nach oben entweichen kann. Unser Mitarbeiter stehen während der Vorgang des Verdichtest maximal 1m von der Öffnung entfernt.



Antwort auf
Die Abfälle, die als infektiös eingestuft werden, gehen in 30-60l Medizinischen Einwegbehältern in die Sonderabfallverbrennungsanlage.


ist bei uns grundlegend auch so, die Müllsäcke aus den Infektionszimmern landen aber eben nicht in diesen Einwegbehältern.

Antwort auf
Ich habe mir neulich eine Anlage angeschaut, die infektiöse Abfälle vor Ort sterilisiert/desinfiziert, da wird der infektiöse Abfall in Säcken reingeworfen und kommt als "ungefährlicher" Abfall wieder raus... ein Horror für jede FASi.


Das mit der Anlage klingt intressant... dazu mache ich mich mal schlau smile - hab jetzt auf die schnelle nur 1 System mit Mikrowellen-Sattdampftechnologie das sah eigentlich ganz intressant aus

Re: Entsorgung "infekter" Abfälle, richtig oder nicht? [Re: lost_in_GG] #41033 01.07.2026 17:04
Registriert: Oct 2020
Beiträge: 76
ATHI Offline
Vollmitglied
Offline
Vollmitglied
Registriert: Oct 2020
Beiträge: 76
Moin, hab dir ne PN geschickt.


_________
Gruß
André
Re: Entsorgung "infekter" Abfälle, richtig oder nicht? [Re: lost_in_GG] #41078 14.07.2026 11:12
Registriert: Oct 2008
Beiträge: 271
Bergmannsheil Offline
Urgestein
Offline
Urgestein
Registriert: Oct 2008
Beiträge: 271
Hallo,
Antwort auf

Antwort auf
Abfall mit Erregern wie MRSA, Sars-Covid 19, Influenza, Noro Viren können nach LAGA als AS 180104 eingestuft werden und können damit mit dem Siedlungsabfall entsorgt werden. Dies passt, da man weiß, dass die meisten Abfälle mit diesen Erregern nun mal in Privathaushalten entstehen und dort bei der Entsorgung über den Hausmüll keine - zusätzlichen - Probleme machen. Richtig ist, die Arbeitsbedingungen des Entsorgungspersonals zu berücksichtigen.



Das verstehe ich soweit und macht Sinn für mich. Siedlungsabfälle werden aber für gewöhnlich nicht verdichtet - unsere Presse hingegen schon. Die LAGA selbst untersagt das verdichten von Infektiösen Material. Wie bekomme ich das unter einen hut?

Auch Siedlungsabfälle aus Haushalten werden verdichtet, nämlich im Rotortrommel-Sammelfahrzeug. Es gibt für diesen Bereich natürlich Bewertungsgrundlagen für die Gefährdungsbeurteilung nach BioStoffV. Diese können auch für krankenhausspezifischen Müll AS 180104 herangezogen werden.



Antwort auf
Antwort auf
Wenn man dogmatisch nach Klasse 6.2 klassifiiziert, würde jedes Taschentuch, in das man hineingeschnuft hat, als UN 3291 zu klassifizieren sein. Aber wer packt das nicht in den Hausmüll?
Siehste.


Da für privatpersonen das ADR in diesem Fall nicht greift, halte ich diese Aussage für etwas Überspitzt smile , aber ich musste dabei schmunzeln - danke laugh

Die meisten Abfälle AS 180104 sind aber mit denen aus Haushalten vergleichbar: Taschentücher, Pflaster, Verbände, Tamponagen, Inkontinenzunterlagen.
Die richt gefährlichen Sachen (Pest, Pocken, Cholera) sind AS 180103 = UN 3291, z.B. Ebola UN 3549. Aber auch die gehen in eine (zugelassene) Hausmüllverbrennungsanlage. Bei 800 C überlebt kein Mikroorganismus. Der einzige Unterschied ist, dass die Behälter mit AS 180103 direkt per Behälteraufzug unzerstört in den Ofen gehen.


Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf während der Arbeitszeit.
Seite 2 von 2 1 2

Kostenloser Gefahrgut-Newsletter

Wöchentlicher Gefahrgut-NewsletterWöchentlich die aktuellsten News vom Gefahrgut-Portal gefahrgut.de - mit dem Newsletter "ecomed-Storck Gefahrgut".

Suche

Aktuell wird diskutiert
Neuerung SÜG/ SÜFV - betrifft Sicherungspläne
von Bergmannsheil - 14.07.2026 12:57
Entsorgung "infekter" Abfälle, richtig oder nicht?
von Bergmannsheil - 14.07.2026 11:12
Trockeneis Adr 5.5.3.7
von Phi_l - 14.07.2026 10:44
Produkttipps

Präsentiert von
ecomed SICHERHEIT und Storck Verlag Hamburg
Marken der ecomed-Storck GmbH
www.ecomed-storck.de
Foren-Regeln | Impressum | Datenschutz | AGB | Newsletter | Datenschutz-Einstellungen
Powered by UBB.threads™ PHP Forum Software 7.7.3