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Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" [Re: Erwin Sigrist] #25612 13.10.2018 19:15
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Nico Online
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Hallo zusammen,

in der letzten Woche hat die österr. Gefahrgutkonferenz stattgefunden. Einer der Punkte war das CBT.
Die Austro Control hat uns mitgeteilt, dass erst vorletzte Woche ein Meeting stattgefunden hat und alle Länder das neue Trainingssystem bis 2021 umsetzen wollen. Es gab wohl nochmal den Versuch einiger Länder die PK's beizubehalten aber das wurde abgelehnt.

Noch sind einige Fragen offen. Das was uns präsentiert wurde findet ihr hier (etwas weiter unten, erst wurde darauf eingegangen was die gesetzlichen Änderungen für Auswirkungen haben):
http://www.gefahrgutkonferenz.at/downloads/2018/17_Aufsichtserweiterung_der_ACG.pdf

Soweit ich es verstanden habe soll es mal ein Grundmodul für alle geben. Noch ist nicht fixiert ob dieses mit einem Abschlusstest beendet werden muss. Ich finde das müsste es auf jeden Fall)
Dann gibt es 6 Befähigungseinheiten (CU's) die auf die Tätigkeiten der Teilnehmer abgestimmt sind. Die Behörde möchte, dass das Unternehmen festlegt welche Tätigkeiten der Mitarbeiter hat und welche Trainings daher benötigt werden. Bisher wird hier ja viel durch den Schulungsveranstalter beraten, das soll eher in die Unternehmen verlagert werden. (siehe Folie 15)
Die CU's sind sehr stark individualisierbar. Noch erschließt sich mir nicht so ganz wie das klappen wird. Wenn man sich das so theoretisch ansieht, kann sich aus dem System eine ziemliche Vielfalt an Trainings ergeben, was es aus meiner Sicht sehr schwierig macht. Das Trainings soll stark Job- und Praxisorientiert sein. Dazu muss ich aber als Schulungsveranstalter ins Unternehmen rein.

Es ist noch nicht festgehalten wie oft Schulungen wiederholt werden sollen. Ob ein 2 Jahresrythmus bleibt ist unklar. Zusätzlich zu den Schulungen kommen Assessments. Wer diese durchführen soll / darf / kann oder wie oft ist auch unklar. Was sind die Konsequenzen wenn das Assessment negativ ausfällt?

Ab Folie 22 wird aufgelistet was für Risiken, Herausforderungen und Vorteile man sieht.

Wir haben nach der Veranstaltung noch kurz mit der ACG gesprochen. Man hat wohl in den letzten Monaten bereits an diesen Trainings gearbeitet und zumindest für Österreich Trainings erstellt um diese in vor der Umsetzung zu testen und die Schulungsveranstalter zu Unterstützen. Ich bin sehr gespannt wie es hier weitergeht.
Bei kleinen Schulungen arbeite ich derzeit schon nach einem ähnlichen System. Mit kleinen Schulungen meine ich verkürzte PK1 /2 Schulungen die sich auf bestimmte UN-Nummern konzentrieren. ich habe einen allgemeinen Teil, der immer gleich ist und dann einen aufbauenden Teil (Modul) für die jeweiligen UN-Nummern. Voranging nutze ich das für Krankenhäuser (UN3373 UN1845 UN2800 usw.) oder Lithium Batterien und hier funktioniert das recht gut.
Ich kann's mir derzeit nur noch nicht für volle Schulungen vorstellen. Das Trainings bleibt dann wohl gleich und auf dem Zertifikat steht dann halt, hat Grundausbildung und CU1-6 absolviert oder so.

Im Februar findet ja in Hamburg das StorckSymposium statt bei dem das Thema auch auf der Agenda steht. Frau Mag. Böhm von der ACG, die auch diesen Vortrag gehalten hat, hat mir gesagt, dass sie das thema dort präsentieren wird.
Wenn von hier jemand anwesend sein wird, würde ich mich über ein Update freuen. Vielleicht erfährt man dann ja schon etwas mehr.
lg
Nicole


Man muss nicht alles wissen, man muss nur wissen wo man nachschauen kann.

behördlich anerkannte Gefahrguttrainerin Luftfracht (PK 1 - PK 12 und CBTA für Versender von UN 1845, UN 3245 und UN 3373) mit Fokus auf Lithiumbatterien
Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" [Re: Erwin Sigrist] #25613 13.10.2018 20:50
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Hallo und Danke für den Bericht.
Ist das wirklich so gemeint, daß für jede einzelne Arbeit eine spezifische Schulung zu machen ist? Diese 6 Gruppen kann ich ja gut verstehen, aber darin dann variieren läuft doch drauf hinaus, daß es eine Vielzahl von leicht unterschiedlichen Schulungen gibt, für die man nicht alles standardisiert machen kann, oder?
Gruß
M.A.T.

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" [Re: Erwin Sigrist] #25614 13.10.2018 21:07
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Hallo Mat,

so hat es sich fast angehört. Das man in diesen 6 CU's dann noch schwerpunktorientiert schult um auf die Teilnehmer einzugehen und praxisorientierter zu schulen.

Man darf gespannt sein, was da kommt
Lg
Nicole


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Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" [Re: Nico] #26011 10.01.2019 10:26
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Hallo zusammen,

ich schieb das hier mal wieder hoch, mich würde interessieren, ob es in Deutschland schon etwas neues zu dem Thema gibt?

Ich habe zwar gesehen, dass im Dezember eine "Bekanntmachung über die Beförderung von gefährlichen Gütern im Luftverkehr und die Anforderungen an die Schulung der betroffenen Personen" veröffentlicht wurde, darin wird aber immer noch von Personalkategorien (17 Stk) gesprochen, dann wieder nur von den Inhalten von 12 PK's , weil das LBA keine Genehmigungen für PK 13-17 erteilt(?). Interessant finde ich, dass die PK6 länger dauert als eine PK 1 (War das in DE immer schon so?)
Lg aus Wien
Nico


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Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" [Re: Nico] #26041 16.01.2019 12:25
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Eine PK 6 war in Deutschland schon immer länger als eine PK 1.

Nach meinem aktuellen Kenntnisstand werden wir in Deutschland, sofern das bei ICAO so durchgeht, ein System von Kategorien (wie man sie denn auch immer nennen mag) beibehalten. Es soll wohl für jeden Schulungsinhalt zwei Zeitansätze geben. Einen größeren Zeitansatz, wenn das Thema beim Teilnehmer vorkommt und einen geringen Zeitansatz, wenn das Thema beim Teilnehmer nicht vorkommt und damit nur kurz angeschnitten werden muss.

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" [Re: DJSMP] #27652 21.10.2019 08:44
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Halli Hallo aus dem kühlen Wien,

ich wollte hier mal nachfragen ob sich in D etwas bei dem Thema getan hat? Wir wurden für Anfang November zum Follow Up Workshop eingeladen der wohl in Zusammenarbeit zwischen Austro Control und LBA stattfindet. In der Einladung steht, dass man über den letzten Stand informieren möchte und die möglichen neuen Rahmenbedingungen ausarbeiten und erörtern möchte.

lg
Nico


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Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" [Re: Nico] #28080 15.01.2020 14:02
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Hallo, Nico
es tut sich was, wenn auch eher durch A und nicht durch D. Im Februar soll Fr. Böhm von der Austrocontrol in Hamburg berichten (und einen Workshop leiten), wie es um die aufgabenorientierte Schulung steht.
Gruß
M.A.T.

Zuletzt bearbeitet von M.A.T.; 15.01.2020 14:40. Bearbeitungsgrund: Tippfehler
Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" [Re: M.A.T.] #28095 16.01.2020 12:10
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Ich will die Euphorie nicht bremsen. Aber die Workshops in Wien waren eher wenig im Sinne von "es tut sich was".

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" [Re: DJSMP] #28101 16.01.2020 13:06
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Hallo, DJSMP,
An Euphorie leide ich nicht, wohl aber an Hoffnung, daß wenigstens von den Kollegen aus Österreich hier was kommt. Von den dt. Behörden hört man in dieser Frage seit Jahren absolut nichts. Genau wie zu der GGVL.
Gruß
M.A.T.

Re: Luftfracht-Schulungen: "Competency Based Training" [Re: M.A.T.] #28113 18.01.2020 06:13
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Habe heute den Bericht der ICAO ueber ihre Tagung im September 2019 bekommen (durch die Unterstuetzung der FAA) (siehe ICAO DGP/27 Final Report).. Das CBTA (Competence-based Training & Assessment) nimmt einen doch sehr breiten Platz in diesem Bericht ein, und er ist definitiv nicht leicht zu lesen. Was sich grundsaetzlich aendern wird ist eine Ueberpruefung der praktischen Faehigkeiten des Kandidaten unter Beaufsichtigung UND eine Bewertung seiner Faehigkeiten, d.h. dass ein Fragebogen nicht nur "erfolgreich" ausgefuellt werden muss, sondern es kommt noch eine praktische Pruefung inkl. Bewertung hinzu.
Wenn ich das richtig gelesen habe, dann wird eine Aussage gemacht ueber
- das WAS geprueft werden soll.
Es wird aber keine Aussage gemacht ueber
- das Wie
- Wie oft
- welche Standards anzulegen sind (Nachtrag am 19.1.2020. Theoretische Pruefung mind. 80 % richtig beantwortet werden(???), praktische Pruefung ??? Kann hier die Bewertung mit Hilfe der Acceptance Checklists erfolgen? Wieviele Fehler duerfen da gemacht werden?)
- welcher Zeitaufwand ist vorzusehen
- in kleineren Unternehmen ist anzunehmen, dass es eine Vermischung der verschiedener Funktionen gibt. Soll / Darf das Training dann Funktions-uebergreifend stattfinden (wuerde sich aus diesem Bericht ableiten lassen) "koennen"?
- Welche nachpruefbare Kompetenz muss der Trainer / Auditor nachweisen koennen? [Nachtrag am 19.1.2020. Die Kompetenz des Trainers ist definiert und bleibt diesselbe wie vorher; wohingegen keine Aussage ueber den Auditor gemacht wird )

Sollte ich diesen Bericht nicht richtig gelesen haben, dann kann mir vielleicht jemand helfen, dass ich das richtig sehen kann.

Die gegenwaertige Haltung der FAA ist, dass man prueft, inwieweit sich Veraenderung gegenueber den bisherigen Praktiken ergeben werden. Ein verbindlicher Zeitplan wurde mir nicht mitgeteilt.

Vielleicht waere es hilfreich, wenn die ACG auf obige Fragen waehrend der Hamburger Gefahrgut Tagung eine klare Aussage machen kann. Bei allem Respekt fuer die Bemuehunge der ACG verbleibt immer noch die Abklaerung der wirtschaflichen Kosten fuer das Konzept CBTA. Hat sich jemand einmal die Muehe gemacht, auch nur einen Ansatz zur Kostenrechnung fuer dieses Konzept durchzufuehren? Unternehmen werden mit Hilfe von Budgets gesteuert; Wenn hier die Budgetposten nicht richtig angesetzt werden, dann gibt es einen Haufen von unnuetzen und zeitraubenden Diskussionen.
Sollte das LBA ebenfalls eine Aussage machen wollen, dann waere man ja schon ein Stueckchen weiter, allerdings sollte das LBA auch endlich mal eine Gefahrgut VO Luft in die Wege leiten, um den Rechtssicherheitsstand zu verbessern.

Zuletzt bearbeitet von Floridacargocat; 19.01.2020 13:43. Bearbeitungsgrund: Nachtraegliche Bemerkungen und Richtigstellung
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