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Re: Haltbarkeit 5 Jahre auch für Deckel? (ADR4.1.1.15) jg71 04.11.2026 16:57
Hallo aus dem universitären Umfeld.

Aktuelles Beispiel, siehe Anhang: 10L Kanister mit Deckel, Inhalt ist Lösemittelabfall, eine Montage der Nahaufnahmen der Lebensuhren.
Wenn wie hier der Deckel eine Lebensuhr hat, der Kanister hat sie ohnehin, dann zählt bei einer Kontrolle die am weitesten fortgeschrittene Lebensuhr.
Hier: 7/22.
Ist auf dem Deckel keine Lebensuhr, zählt die Lebensuhr auf dem Kanister.
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Re: Auslegung ADR 6.1.3.1 Bem. M.A.T. 03.11.2026 18:12
Guten Abend, DJSMP,
danke für Ihre Überlegung. Freut mich, daß ich wohl nicht alleine das so lese.
Mal gucken ob nach was anderes kommt.
Schönen Abend und gute Woche!
M.A.T.
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Re: Auslegung ADR 6.1.3.1 Bem. DJSMP 03.11.2026 14:53
Hallo M.A.T.,

"RID/ADR" Verpackungen aus Feinstblech sind ja prinzipiell erst einmal nur für Eisenbahn- und Straßenbeförderungen nach RID und ADR zugelassen. Da das ADN einen Teil 6 gar nicht kennt, sondern direkt auf das ADR verweist, sind die Verpackungen auch für ADN-Beförderungen zulässig, was mit der Formulierung "sowie Beförderungen auf Binnenwasserstraßen" bekräftigt wird.

Mit dem zweiten Satz soll meiner Meinung nach ausgedrückt werden, dass sie nicht unbedingt geeignet sind
- für Beförderungen mit anderen Verkehrsträgern --> See- und Luftverkehr verboten und
- für Eisenbahn- und Straßenbeförderungen sowie Beförderungen auf Binnenwasserstraßen, die anderen Gefahrgutvorschriften unterliegen.

Mir fallen sofort Eisenbahnbeförderungen nach SMGS ein. Es kann also sein, dass in Warschau "RID/ADR" Verpackungen mit der Eisenbahn nicht weiter nach Osten kommen, weil das SMGS eben diese Verpackungen nicht zulässt.. Ebenso dürfte die Eignung (ohne jetzt tiefgründig gelesen zu haben) von "RID/ADR" Feinstblechverpackungen bei Eisenbahn- und Straßenbeförderungen sowie Beförderungen auf Binnenwasserstraßen im Geltungsbereich des 49CFR in den USA, TDG Kanada, ADG-Code Australien usw. nicht gegeben sein, obwohl auch dort die Beförderung auf Eisenbahn, Straßen oder Binnenwasserstraßen erfolgt. Aber dort gilt eben das ADR/RID nicht.

Es soll die Nichteignung für Eisenbahn- und Straßenbeförderungen sowie Beförderungen auf Binnenwasserstraßen, die nicht dem ADR/RID unterliegen, bekräftigt werden.

Ich habe sowieso nie verstanden, warum es diese Lobby-Verpackungen überhaupt gibt. Teilweise sehen die UN 1A2 identisch aus. Aber irgendwer wollte offentichtlich mal bissl Geld bei den Prüfbedingungen einsparen. Auf Grund der Reihenfolge vermute ich eine Herkunft aus Richtung Eisenbahn.

Jede Vorschrift hat eben seine (lobbybedingten) Eigenheiten. In 6.1.3.1 der UN-Modellvorschriften sind Sparverpackungen "RID/ADR" nicht vorgesehen. Aber dafür haben die Amerikaner nach 49CFR ja auch Verpackungen, die nur "domestic" eingesetzt werden dürfen.

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Auslegung ADR 6.1.3.1 Bem. M.A.T. 03.11.2026 13:13
Geschätzte Kollegen,
bei obiger Stelle bin ich mir nicht ganz sicher, was der 2. Satz der Bemerkung meint. Mein Verständnis bislang ist, daß die mit "ADR/RID" markierten Verpackungen auch für ADN zulässig sind. Ist der Ausdruck "die anderen Vorschriften unterliegen" dann so zu verstehen, daß VT gemeint sind, die nicht ADR, RID oder ADN unterliegen? Grammatikalisch müßte das so sein, wie sehen Sie das?
Danke und Gruß
M.A.T.
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Re: r/a Mensch DJSMP 03.11.2026 12:37
Ursprünglich geschrieben von: M.A.T.
Hallo Gerald,
auch Menschen kann es treffen, und es hält sich über Jahrzehnte.. Hat wohl Glück gehabt bis heute, die Gute.
Gruß
M.A.T.


Die Gute hat auch ein strahlendes Lächeln, wie ich finde. :-)
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Re: Beförderung nach SV 670 b) DJSMP 03.11.2026 12:24
Hallo Janine,

was passiert denn mit den Handys nach eurer Sammlung? Da folgt doch bestimmt eine (weitere) "Zwischenverarbeitungsstelle"? Es nimmt doch bestimmt noch ein Unternehmen vor dem "finalen Recycling" die Handys auseinander. In der SV 670 steht unter b) "Bis zur Zwischenverarbeitungsstelle unterliegen ... und die zur Beseitigung von Schadstoffen, zur Demontage, zum Recycling oder zur Entsorgung gesammelt und zur Beförderung aufgegeben werden".

Da steht auch nicht "Bis zur ersten Zwischenverarbeitungsstelle" sondern da steht "Bis zur Zwischenverarbeitungsstelle", ganz egal an welcher Stelle in der Transportkette diese auch folgen mag. Nur mal so als Denkansatz...

Ich bin ja immer für Sicherheit. Aber hier hat man meiner Meinung nach die Bürokratie wieder auf Level 1 gehoben. Warum sollte die Beförderung von der ersten zur zweiten Sammelstelle unter Erleichterungstatbeständen abgewickelt werden dürfen, die Beförderung von der zweiten Sammelstelle zur dritten oder zum Recycler nicht? Entweder erleichtert man es gewerblich durchgehend oder gar nicht.

Die Schilderung von Janine würde ich unter SV 670, Buchstabe b) durchwinken. Voraussetzung ist natürlich, dass die Bedingungen erfüllt werden, d.h. P909 mit zusätzlicher Vorschrift 3 und den genannten Punkten. Dazu braucht es ein QM-System, welches u.a. die 333 kg je BE sauber abbildet. Aber man weiß ja, welchen Anteil der Akku am Gesamtgewicht eines Handys ungefähr hat und welches Gesamtgewicht an Handys (ohne Verpackung) man dann laden darf, um die 333 kg an "verbauten Akkus" nicht zu überschreiten. Sollte kein Hexenwerk sein.

Und ja, in diesem Fall dürfen die in den Geräten verbauten Batterien jegliche "Beschädigungsgrade" der SV 376 aufweisen, da selbige SV 376 in der SV 670 mit ausgeschlossen wird. Wollte ich früher auch nicht glauben, ist aber so.
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r/a Mensch M.A.T. 02.11.2026 13:05
Hallo Gerald,
auch Menschen kann es treffen, und es hält sich über Jahrzehnte.. Hat wohl Glück gehabt bis heute, die Gute.
Gruß
M.A.T.
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Re: ADR 2027 Gerald 02.11.2026 12:58
Hallo,
die DIHK hat die Kurspläne nach ADR 2027 auch mit den rot hinterlegten Änderungen veröffentlicht, nachzulesen unter ab 2027 gültigen Kurspläne!
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Re: Haltbarkeit 5 Jahre auch für Deckel? (ADR4.1.1.15) Gerald 02.11.2026 12:49
Hallo,
Antwort auf
Das könnte man so interpretieren, dass der Deckel hier nicht dazuzählt.


Wie Du schreibst, im ADR 4.1.1.15 wird explizit von folgendem gesprochen: Kunststofffässer, Kunststoffkanister, starre Kunststoff-IBC sowie die Kunststoff-Innenbehälter von Kombinations-IBC, aber wenn eine Bauartprüfung vorgeschrieben ist, dann muss man schon in die Zulassungsbescheinigung für diesen Artikel sehen und wenn da steht mit Deckel, dann gelten die 5 Jahre auch für den Deckel!
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Haltbarkeit 5 Jahre auch für Deckel? (ADR4.1.1.15) 11010100112 02.11.2026 11:16
Hallo zusammen,

eigentlich ist die Aussage ja recht einfach zu verstehen, alle Behälter aus Plastik haben eine maximale Verwendungsdauer von 5 Jahren. Bloß kam hier nun die Frage auf: Ist ein Behälter wirklich nur der flexible Plastik-Kanister selbst und der starre HDPE-Deckel zählt nicht dazu oder ist mit Behälter einfach das "Gesamtpaket" gemeint, Deckel mit eingeschlossen?

In ADR 4.1.1.15 wird explizit von folgendem gesprochen: Kunststofffässer, Kunststoffkanister, starre Kunststoff-IBC sowie die Kunststoff-Innenbehälter von Kombinations-IBC

Das könnte man so interpretieren, dass der Deckel hier nicht dazuzählt. Gemäß Google hat reines (und starres) HDPE eine Lebensdauer von Jahrzehnten, weil hier keine Weichmacher hinzugefügt werden (da der Deckel ja hart und nicht flexibel sein muss, so wie der restliche Teil des Kanisters). Ohne Weichmacher können diese also nicht mit der Zeit entweichen und z.B. eine dünne flexible Wand brüchig werden lassen. Nach diesem Verständnis würde die 5-Jahres-Frist dann ggf. beim Deckel nicht greifen.

Was sagt ihr hierzu?

Konkret geht es um eine Ladung Überdruck-Deckel für Kanister, die wir eben mal einzeln vor > 5 Jahren gekauft haben und nun uns fragen, ob wir sie entsorgen müssen.

VG
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Re: Beförderung nach SV 670 b) JP 30.10.2026 13:57
Vielen Dank für die Unterstützung.

Gruß Janine
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Re: Beförderung nach SV 670 b) M.A.T. 29.10.2026 21:01
Damit ist die Auswahl natürlich eingeschränkt. Sicheres Gelingen jedenfalls!
Übrigens: Wer auch immer als Firma verpackt hat dann die Verpackerpflichten zu beachten. Auch die Auswahl der richtigen - klassifizierungsabhängigen - Verpackung.
Gruß
M.A.T.
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Re: Beförderung nach SV 670 b) JP 29.10.2026 20:39
Leider sind die Geräte aus ganz Deutschland an diese Stelle geschickt worden. Damit waren sie alle schon mal auf der Straße. Es ist eine Altlast, die jetzt weg muss. Der Transport und das Verpacken sollen durch einen Dienstleister erfolgen, der aber wiederum durch jemand anderen beauftragt wurde. Der erste Abholversuch scheiterte daran, dass nicht geeignete Verpackungen mitgebracht wurden.
Die Idee war jetzt evtl die Freistellung nach SV 670 zu nutzen, um die Sache einfacher und schneller zu erledigen. Schade.

Wir werden nochmal sortieren und dann entsprechend verpacken lassen. In der Hoffnung, dass der Dienstleister dann alles mitbringt, was er brauch.
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Re: Beförderung nach SV 670 b) M.A.T. 29.10.2026 20:16
Hallo JP,
falls dieser "betriebsinterne" Wertstoffhof nur Lieferungen von innerhalb dieses Betriebsgeländes erhalten hat und dabei nie eine öffentliche Straße benutzt wurde unterfiel die Beförderung dorthin nicht dem ADR. Insofern könnte man argumentieren, daß der erste Transport auf öffentlichen Straßen noch aussteht und dann erst zu einer Zwischenverarbeitungsstelle führt. Falls auf Ihrem "Hof" keine Verarbeitung dieser Telefoninos stattfand würde das diese Argumentation stützen, vermute ich.
Wenn dort ohnehin gesichtet wird wäre mein Vorschlag, die kritischen separat nach den für sie geltenden Bestimmungen zu befördern, also mit der schärferen Verpackungsvorgabe. Eventuell könnte das vorab mit Ihrer Betriebshaftpflicht geklärt werden; es ist ja auch objektiv hier eine erhöhte Brandlast zu besorgen (Arbeitsschutz etc.).
Gruß
M.A.T.
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Re: Beförderung nach SV 670 b) JP 29.10.2026 20:06
Hallo M.A.T.
Ja, ich meine den 1. Satz.
Zu der Zwischenverarbeitungsstelle habe ich mir bisher keine Gedanken gemacht. Es handelt sich aber um eine Art betriebsinternen Wertstoffhof. Die Handys werden dort gesammelt und natürlich gesichtet.
Dann ist es wohl als Zwischenverarbeitungsstelle zu sehen.

Danke. Das war doch schon der Schubser, den ich gebraucht habe :-)

Gruß Janine
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Re: Beförderung nach SV 670 b) M.A.T. 29.10.2026 19:50
Hallo
Vermutlich beziehen Sie sich auf den 1. Satz der 670 mit "376"? Ja, der b) hat Vorrang vor 376 falls eben die Bedingungen (i) bis (iii) erfüllt sind. Die Befreiung endet allerdings bei der Zwischenverarbeitungsstelle. Wenn Sie diese Zwischenverarbeitungsstelle sind - der Schluß liegt angesichts der Stückzahl nahe - dann ist b) für Sie nicht nutzbar, denke ich.
Aufblähung ist für mich ein klarer Hinweis "auf nicht mehr sicher", weil die Steuerungsfunktion des BMS offensichtlich nicht mehr in Ordnung ist. So lese ich auch SV 376 Bem. c). Davon lasse ich mich aber gerne von Batterieexperten argumentativ abbringen. ;-)
Gruß
M.A.T.
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Beförderung nach SV 670 b) JP 29.10.2026 19:31
Hallo in die Runde.
Ich komme nicht weiter und habe Hoffnung, dass mir vielleicht jemand von Euch auf die Sprünge helfen kann.

Es soll ein Haufen alter Handys entsorgt werden. Gehen wir erst mal davon aus, dass es max. 333 kg Batterien auf der späteren Beförderungseinheit wären. Ziel ist natürlich, die Freistellung nach SV 670 b) zu nutzen. Es werden auch alle erforderlichen Bedingungen erfüllt.
Teilweise befinden sich unter den Handys Geräte mit aufgeblähten Akkus.
Wir haben keinen Sachverständigen, der eine sichere Beurteilung von aufgeblähten Akkus vornehmen könnte. In z.B. der Taschenkarte zum sicheren Versand von Batterien (ecomed) steht, dass beschädigte Batterien immer als kritisch-defekt einzustufen sind, wenn keine Beurteilung möglich ist. Also hätten wir daher schon kritisch-defekte Akkus dabei, für die ja eigentlich ein riesiger Aufwand betreiben wird.

Nach meiner Lesart hebelt die SV 670 b) die SV 376 aus, nach der beschädigte Batterien in normal-defekte oder kritisch-defekte einzustufen sind.
Würde für mich bedeuten, dass es bei der Entsorgung von EAG egal wäre, ob in der Sendung auch kritisch-defekte Akkus enthalten sind.
Aber mit gesundem Menschenverstand kann das aufgrund der Brandgefahr usw. doch nicht sein.

Habe ich was übersehen, falsch gelesen oder einfach nur einen Denkfehler?
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Re: Kuriosum im Bezug radioaktiver Stoffe Eva 27.10.2026 16:48
Hallo Zusammen,

hier ein YouTube Clip zum Pedoskop:
https://www.youtube.com/watch?v=WEJpCOuw8Qo

Danke für die Idee das hier zu sammeln!

Viele Grüße,

Eva
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Fehler IATA-DGR deutsch Springe zu neuen Beiträgen
Fehler in der 68. Ausgabe der IATA DGR 2027 Eva 27.10.2026 16:34
Liebe an Gefahrgut im Lufttransport interessierten Menschen,
hier die Fehler, die leider in die Druckfassung der IATA DGR 2027 enthalten sind:

Fehler in 2.3.0.9 Gefährliche Güter mitgeführt von Passagieren oder Besatzungsmitgliedern
Dieser neue Eintrag, der sich aktuell nur auf die Lithium-Batterien im Gepäck bezieht, hat gleich zwei Fehler in einem. Mit dem Zeigefinger-Symbol versehen. bedeutet, dass dies eine Regelung ist, die von der IATA als Verband der Luftfahrtunternehmen getroffen wurde und die strenger als die Vorgaben der ICAO als Verband der Luftfahrtbehörden der Vereinten Nationen ist.
Er lautet aktuell:
„Im Sinne von Unterabschnitt 2.3 sind Batteriegehäuse, die mehrere elektrisch voneinander getrennte Lithium-Zellen oder -Batterien enthalten, anhand des darin enthaltenen Gesamt-Lithium-Gehalts bzw. der gesamten Nennenergie in Wattstunden zu behandeln. Es sei denn, das Luftfahrtunternehmen hat für tragbare medizinische Geräte etwas anderes genehmigt.
Beispiele:
1. Drei Batterien mit jeweils fünf Zellen, die in einem gemeinsamen Gehäuse enthalten sind und zwischen 3 x 20 W x 2 Ah oder 1 x 60 W x 2 Ah geschaltet werden können, haben eine gesamt Nennenergie von 120 Wh und benötigen daher die Genehmigung
des Luftfahrtunternehmens.
2. Ein tragbarer Sauerstoffgenerator, der von zwei Lithium-Ionen-Batterien mit jeweils 98 Wh in einem gemeinsamen Gehäuse betrieben wird, darf mit Genehmigung
des Luftfahrtunternehmens mitgeführt werden.

Fehler Nummer 1: Das „W“ muss „V“ heißen, denn die Nennenergie berechnet sich aus dem Produkt aus Nominalspannung in Volt und Nominalkapazität in Ah.

Fehler Nummer 2: Die 20 V sind unrealistisch, da die meisten Zellen entweder 3,7 V oder 3,8 V an Nominalspannung haben.

Fehler in Tabelle 2.3.A

Der Eintrag „Thermometer, medizinisch oder klinisch, welches Quecksilber enthält. Eines (1) pro Person für den persönlichen Gebrauch, wenn in
seiner Schutzhülle (für Einzelheiten siehe 2.3.3.1).“ ist hier falsch und zu löschen.
Und dafür einzutragen ist der folgende Eintrag:
„Thermometer oder Barometer, das Quecksilber enthält, das ein Vertreter eines staatlichen Wetterbüros oder einer ähnlichen Behörde mitführt (siehe 2.3.3.1 für Einzelheiten)“.

Fehler in 3.9.2.6.1 (b)
Beschrieben werden an dieser Stelle die technischen Anforderungen, die für große Lithium-Zellen/-Batterien gelten, wenn die Grenzwerte nach Teil IB bzw. Teil II überschritten wurden.
Auftrag bei der Übersetzung ist stets bestmöglich die Angleichung der Begrifflichkeiten an das ADR (Internationale Übereinkommen für die Beförderung gefährlicher Güter im Straßenverkehr). Die Begrifflichkeit „gewaltsames Bersten“ wird, sollte es einen Zusatz zu den IATA DGR 2027 geben und spätestens in der 69. Ausgabe der IATA DGR für 2028 geändert zu „Gewaltbruch“.

Für diese Fehler möchten mein Team und ich uns entschuldigen. Und nun hoffe ich, dass es bei diesen drei Fehlern bleiben wird

Gute Zeit,

Eva
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Luftverkehr - ICAO-TI, IATA-DGR Springe zu neuen Beiträgen
Re: Checklisten für 2027 nach IATA Gerald 27.10.2026 16:07
Hallo DJSMP,
Antwort auf
Da muss für ADR schon einiges angepasst werden.


Ich war und bin immer noch ein Fan von Checklisten, aber wenn man Vorlagen nutzt, dann muss man sie schon anpassen. Da bin ich ganz bei Dir, aber warum soll man "das Pferd neu erfinden", wenn es schon eine Vorlage gibt.
2 938 Beitrag komplett anzeigen
Landverkehr - ADR, RID und ADN Springe zu neuen Beiträgen
Re: Kuriosum im Bezug radioaktiver Stoffe Gerald 27.10.2026 16:01
Hallo DJSMP,
Antwort auf
Gibt es einen bestimmten Hintergrund für das Forenthema?


Wir hatten schon mal ein Beitrag zu diesem Thema, nur habe ich Ihn nicht gefunden. Und da M.A.T. unter dem Re: gesucht... in dem letzten Beitrag unter Kuriosum r/a Becher auf einen Link zu "einem Radium-Trinkbecher in Garage gefunden" verwiesen hat, dachte ich mir, ich mache mal ein neues Thema dazu auf.

Ich gehöre ja wahrscheinlich zu der Generation - Referenten -, welche schon etwas älter sind. Ich weiß aber auch, als ich meine Präsentation für den "AK Klasse 7" erstellt habe, dass immer gut ist, wenn man ein bisschen auf die Geschichte, in dem Fall auf die Radioaktivität eingeht und das mit Bildern untermalt.

Es kommen ja immer neue Referenten, und für diese hatte ich den Beitrag eröffnet. Damit sie das vielleicht in Ihre Präsentation aufnehmen!
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Seeverkehr - IMDG-Code Springe zu neuen Beiträgen
Re: Unterschrift Packer DJSMP 27.10.2026 15:06
Ursprünglich geschrieben von: Christin1975
Hallo,

wir erstellen selbst die IMO-Erklärung und unterschreiben diese auch.
Wie ist das bei der IMO bzgl. des Packers, Packzertifikat.
Wenn wir den LKW beladen, keinen Container, und dieser auf eine Fähre geht, müssen wir dann auch beim Packer unterschreiben?

Vielen Dank für Eure Hilfe.


Sofern der LKW direkt in den Seeverkehr geht, dann ein Mitarbeiter von euch. Anforderungen haben die Kolleginnen und Kollegen genannt.
Wenn nochmal umgeladen wird, dann das Packzertifikat frei lassen.
Es empfiehlt sich in jedem Fall eine schriftliche Vereinbarung zwischen Versender (bzw. Verantwortlicher für das Packen der Güterbeförderungseinheit falls nicht gleich mit dem Versender) und dem Spediteur.
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Landverkehr - ADR, RID und ADN Springe zu neuen Beiträgen
Re: Kuriosum im Bezug radioaktiver Stoffe DJSMP 27.10.2026 15:02
Dann ergänze ich mal:

- Radioaktive Kosmetik
- Schuh-Rötgengerät/Pedoskop

Gibt es einen bestimmten Hintergrund für das Forenthema?
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Re: UN1202 Diesel Baustellenbetankung DJSMP 27.10.2026 14:52
Wie schon angeführt, sollten folgende Themen geklärt werden:

Art der Umschließung --> Beteiligter
Großpackmittel (IBC) --> Verpacker
Tank --> Befüller

Bei der Verortung der Absenderpflicht frage ich mich, obs vielleicht noch etwas komplizierter geht. Aber gut... folgende Fragen:
- Wer hat den CMR Frachtbrief (für die zweite Beförderung) ausgestellt? Wer ist dort als Absender genannt?
- Steht Beförderung 2 in irgend einer Verbindung mit Beförderung 1? Wusste der Händler B irgendwas von Beförderung 2?

- Bei Verpacker (IBC): Für mich handelt es sich nicht um einen transportbedingten Zwischenaufenthalt nach GGBefG sondern um eine Lagerung im Sinne §2 (6) GefStoffV, falls die einschlägeigen Lagervorschriften (TRGS 510 etc.) eingehalten sind. Damit startet eine neue Beförderung und je nach Fall sind SunEnergy (oder Lichttransporte?) auch der Absender. Welchen vertrag haben die geschlossen?

- Bei Tank (Befüller): Hier wird die Argumentation schwieriger und ich wäre eher beim transportbedingten Zwischenaufenthalt (keine neue Beförderung). Befüller wären für mich Händler B und SunEnergy gleichermaßen (vgl. Definition des Befüllers in §2 (2) GGVSEB. Absender ... schwierig. Deshalb steht die Frage, was im CMR steht.

Nun weiß man ja sicher nicht, ob gegen beide (Händler B und SunEnergy) ermittelt wird. Als (alleiniger) unmittelbarer Besitzer des Gutes kommt B für mich nicht in Betracht. Nach Abschluss der ersten Belieferung ist für mich SunEnergy unmittelbarer Besitzer oder sogar der Bauherr.

Händler B müsste nun bei seiner Verteidigung im Rahmen der Anhörung ins Feld führen, dass er nie von einem Weitertransport ausging, sondern ein Lagergdings (die Frage was das Ding ist, spielt immer noch eine Rolle!) verpackt (IBC) oder befüllt (Tank).
3 654 Beitrag komplett anzeigen
Landverkehr - ADR, RID und ADN Springe zu neuen Beiträgen
Re: UN1202 Diesel Baustellenbetankung Peter06 26.10.2026 09:32
Hallo,

mobile Tankstellen und Kraftstoffkanister werden im Alltag bezüglich deren Vorschriftsumfeld gerne unterschätzt. Ich setze aufgrund der geschilderten Menge von 600 Liter voraus, dass es sich bei der Befüllung um eine UN-codierte Verpackung handelt und nicht um einen Tank.

Der Fall ist verworren, allerdings bezogen auf Händler B sehe ich folgende Konstellation als gegeben:
Befüller nach ADR ist nur, wer Tanks befüllt. Nach ADR-Definition ist derjenige, wer gefährliche Güter in Verpackungen einfüllt, der Verpacker. Der Verpacker ist nach GGVSEB für die Einhaltung von 5.2 verantwortlich.
Dazu gehört vor der Befüllung die Prüfung, ob die Verpackung geeignet ist, keine Rückstände hat usw. und anschließend die korrekte Bezettlung nach ADR.
Je nachdem, in welchem Rechtsverhältnis der Einfüller der mobilen Tankstelle zum Umfüller in den Tank eines späteren Zielfahrzeugs steht, gibt weitere Erfordernisse zur Kennzeichnung des Gefahrstoffbehälters im gewerblichen Umfeld.
Am konkreten Fall sind es immer Dritte (Bauunternehmen XY), deshalb muss mit vollständigen CLP-Etikett zusätzlich gekennzeichnet werden (zumindest mit Sprache Deutsch in Deutschland), was hier vermutlich auch fehlt.
Mit Übergabe des befüllten IBC (nicht Tank) auf der Baustelle sehe ich die Übergabe zur Beförderung als gegeben, weil eine mobile Tankstelle dafür prinzipiell gemacht ist. Es ist unerheblich, in welchem Zeitraum ab da dann der IBC/die Verpackung vom Verfügungsberechtigten tatsächlich befördert wird.
Ob an dem Zeitpunkt der Zustand ohne beschädigte Gefahrzettel und ohne äußere Verschmutzung vorlag wäre zu beweisen. Händler B sollte sich zukünftig was bestätigen lassen.

Insgesamt scheint Händler B bzw. dessen Fahrer/Mitarbeiter nicht allen seinen Verpflichtungen nachgekommen zu sein. Deshalb ist es aus meiner Sicht durchaus berechtigt, ein Bußgeld für Teilaspekte von ADR-Vergehen zu verhängen.

Informative Merkblätter:
A068 von BG Bau, betrachtet es aus Sicht der Bauunternehmens das die Mobiltankstelle betreibt
DWA M 799, betrachtet es primär aus Sicht des Befüllers einer Tankanlage.
Leider steht in beiden nichts zu ADR und CLP.

Grüße, Peter
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