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US-Gefahrgutauslegungen #23988
04.10.2017 18:33
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Hallo, zusammen,
zur Nutzung europäischer ortsbeweglicher UN-Tanks hat die US-Gefahrgutbehörde eine positive Interpretation veröffentlicht. Sie kann unter der Nummer 13-0151 hier
https://phmsa.dot.gov/hazmat/regs/interps
abgerufen werden.
Frohes Schaffen.
M.A.T.

Re: US-Gefahrgutauslegungen [Re: M.A.T.] #24279
06.01.2018 11:24
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Hallo, zusammen, und gute Geschäfte im neuen Jahr.

A. Zur Frage der Klassifizierung der brennbaren Flüssigkeiten gab es im Dezember eine Regelinterpretation (Nr. 170077 ). Die folgenden Fragen wurden vorgelegt:
1. Darf ein entzündbarer flüssiger Stoff nach 172.101 unter Beibehaltung der Klasse 3 im PSN zur brennbaren Flüssigkeit (combustible liquid) umklassifiziert werden? Antwort: Nein, die Klassifizierungsangabe muß dann § 172.101(d)(4) entsprechen.
2. Wie ist eine solche Umklassifizierung bei Unterwegskontrollen zu belegen? Antwort: Bei Massengutbeförderung (bulk shipment) durch die vorgesehene Dokumentation; ansonsten wird die Mitgabe eines entsprechenden Prüfberichts empfohlen.

B. Zur Dokumentation im Luftverkehr nach HMR bzw. ICAO-TI wurde gefragt (Nr. 16-0169 ):
1. HMR: Darf anstelle der NEM bei Gegenständen auch deren Nettomasse angegeben werden. Antwort: Ja.
2. ICAO: gleiche Frage, Antwort: Nein.
3. ICAO: Ist für die Auslegung der Spalte 9 des HMT für namentlich genannte Gegenstände die NEM oder die Nettomasse des Gegenstandes zugrundezulegen? Antwort: Die Nettomasse des Gegenstandes.

Gruß
M.A.T.

Re: US-Gefahrgutauslegungen/Phmsa interpretations [Re: M.A.T.] #24280
06.01.2018 14:29
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Die Webseite von PHMSA wurde unmstruktiert. Leider wurde dadurch das leichte Auffinden von Interpretationen stark erschwert.
In Bezug auf den Beitrag von M.A.T.S. zum Transport von Klasse 1 Stoffen, hierzu die Quelle fuer PHMSA 16-0169 :
https://www.phmsa.dot.gov/sites/phm.../hazmat/interpretations/56796/160169.pdf
Vielleicht hilft das weiter.
Gruss aus dem eiskalten Suedflorida.

Re: US-Gefahrgutauslegungen/Phmsa interpretations [Re: M.A.T.] #24282
07.01.2018 11:42
07.01.2018 11:42
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Guten Tag, Floridacargocat,
und hoffentlich funktioniert Ihr Holzofen jetzt.
Sie haben natürlich vollkommen recht; ich hätte den neuen Link zufügen sollen. Das Auffinden ist jetzt sehr viel schwieriger; eine absteigende chronologische Suche scheint ganz zu fehlen - das war vorher deutlich besser. Oder haben Sie einen Trick, wie das geht?
Aber dennoch: die US-Praxis, solche Anfragen 1) zu beantworten und 2) ins Netz zu stellen ist deutlich besser, kundenfreundlicher, als die hiesige Abkapselung. Was zB bei den Beirat-Sitzungen beschlossen wird erfährt man nicht. Die Briten machen es übrigens mit den Tagungsberichten der WP15 auch sehr viel anwenderfreundlicher, aufbereitet als Matrix. Da könnten unsere politischen Vertreter sich was abgucken.
Schöner Gruß in die Arktik.
M.A.T.

US-Gefahrgutauslegungen/PHMSA interpretations [Re: M.A.T.] #24626
21.03.2018 09:28
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Hallo,
im Februar erteilte die PHMSA Auslegungsauskünfte zu folgenden Fragen
[www.phmsa.dot.gov/regulations/title49/interp/17-0138] mit Bezug auf ICAO-TI und IMDG-Code
1: Sind die de minimis-Ausnahmen in 49 CFR § 173.4b auf Kl. 6.1 VG I (oral und dermal) anwendbar? Antwort: Nein.
2. Die Regelung in § 173.4b stimmt nicht mit IMDG-Code bzw. ICAO-TI überein (VG I danach möglich).

[www.phmsa.dot.gov/regulations/title49/interp/17-0115]
1. Beförderung in einem Privatkraftfahrzeug für nichtkommerzielle Zwecke unterliegt nicht den GG-Vorschriften (auch in gemieteten/geleasten Fahrzeugen).
2. Beförderung als Passagier zu nichtkommerziellem Zweck in einem Sammelfahrzeug (Straße, Schiff, Luft, Bahn) unterliegt den GG-Vorschriften.
3. Der Auftraggeber für die Beförderung nichtgefährlicher leerer Metallgefäße unterliegt selbst nicht den GG-Vorschriften.

[www.phmsa.dot.gov/regulations/title49/interp/17-0100]
Der Auftraggeber außerhalb der USA, der eine Beförderung beauftragt, unterliegt den Schulungsvorschriften in Abschnitt 171.22(g)
Dazu der Hinweis, daß unter "Veranstaltungen" am 19. April eine Schulung zum 49 CFR angeboten wird.
Gruß
M.A.T.

Zuletzt bearbeitet von UHeins; 21.03.2018 09:33.
US-Gefahrgutauslegungen/PHMSA interpretations [Re: M.A.T.] #24798
27.04.2018 08:05
27.04.2018 08:05
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Hallo,
zur Frage, ob für Verpackungsprüfer, die nach UN anerkannt sind, eine Zulassung nach US-Gefahrgutrecht (49 CFR § 107.401) erforderlich ist, hat die PHMSA unter der Nummer 17-105 u.A. klargestellt:
1. Eine solche Verpackungsprüfanstalt bedarf nicht der US-Zulassung.
2. Außerdem darf die Innendruckprüfung nach § 173.27 von einer solchen Dritten Verpackungsprüfanstalt durchgeführt werden, die nicht nach 49 CFR § 107.401 zugelassen ist.
Gruß
M.A.T.

Re: US-Gefahrgutauslegungen [Re: M.A.T.] #24807
02.05.2018 13:25
02.05.2018 13:25
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Hallo,
für den Versand von Proben gefährlicher Güter hat die PHMSA am 16.3.2018 zum 49 CFR § 172.101(c)(11) i.V.m. § 173.4a entschieden, daß ein solcher Versand unter einer vorläufigen richtigen Versandbezeichnung (= tentative proper shipping name) auch zu den Bedingungen der freigestellten Mengen statthaft ist (die Nummer der Auslegung ist 17-0070). Voraussetzung ist, daß der Versender vernünftigerweise davon ausgeht, daß die Vorgaben in § 173.4a(b) eingehalten werden.
Gruß
M.A.T.

Re: US-Gefahrgutauslegungen [Re: M.A.T.] #24844
16.05.2018 14:42
16.05.2018 14:42
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Hallo,
zur Frage, ob die Luftverkehrs-Aufkleber für Lithiumakkus auf Umverpackungen auch beim Seetransport in die USA anzubringen sind, hat PHMSA entschieden, daß nach dem Amdt. 38-16 auf Umverpackungen die Lithiumaufkleber nicht anzubringen seien. Diese Auslegung trägt die Nummer 17-0140. Die Behörde wies jedoch darauf hin, daß mit dem Amdt. 39-18 die SV188 geändert wird und danach solche Aufkleber erforderlich sein werden.
Gruß
M.A.T.

Re: US-Gefahrgutauslegungen [Re: M.A.T.] #24901
03.06.2018 12:29
03.06.2018 12:29
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Hallo,
1. Ist ein Chemikalienhersteller, der die Organisation und Abwicklung der Beförderung vollständig an Dritte ausgegliedert hat und selbst das GG weder besitzt noch an Vorbereitungshandlungen der Beförderung beteiligt ist, jedoch als Versender im Beförderungspapier genannt wird, den Bestimmungen in 49 CFR 49 CFR Abschnitt G des Teils 107 (Registrierungspflicht für den "offeror") unterworfen?
Die PHMSA hat die Frage unter der Nummer 17-0113 mit "Nein" beantwortet. Sie weist allerdings auf die Bedingungen hin, die eingehalten werden müssen.
2. Thema "bulk" und "non-bulk"-Verpackungen: Dazu hat die PHMSA umfangreiche Antworten auf Fragen gegeben, die Details früherer Interpretationen betreffen. Sie können unter 17-0050 eingesehen werden.

Re: US-Gefahrgutauslegungen [Re: M.A.T.] #24940
07.06.2018 11:18
07.06.2018 11:18
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Guten Tag,
zur Frage, ob einsatzbereite Elektroschock-Distanzwaffen (CEW im dortigen Jargon) durch Vollzugsbeamte im aufgegebenen Gepäck befördert werden dürfen, hat die PHMSA am 21.5.2018 mit "Nein" geantwortet, und zwar unter Bezugnahme auf die darin genutzten Lithiumbatterien. Die Nummer ist 17-0103.
Auch zu Lithiumbatterien wird in der Auslegung Nr. 17-0116 auf die derzeitige und nach 31.12.2018 geltende Rechtslage abgestellt, wann palletierte Versandstücke der UN 3481 mit der Markierung nach § 173.185(c)(3) (Lithium-Kennzeichen entsprechend 5.2.1.9.2 ADR) zu versehen sind.
Gruß
M.A.T.

Re: US-Gefahrgutauslegungen [Re: M.A.T.] #25154
30.07.2018 19:48
30.07.2018 19:48
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Guten Abend,
eine interessante Interpretation (17-0092) vom Juli betrifft die Beschreibung und Anzahl der Güter im Beförderungspaper. Sie betrift § 172.202(a)(7) des CFR 49 und steht hier.
Eine weitere Auslegung 18-0026 betrifft die Mitnahme einer Sondererlaubnis während der Beförderung. Dies ist nur notwendig, wenn die Erlaubnis selbst dies ausdrücklich festlegt.
Frohes Schaffen.
M.A.T.

Re: US-Gefahrgutauslegungen 17-0092 und 18-0026 [Re: M.A.T.] #25155
31.07.2018 00:28
31.07.2018 00:28
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Die PHMSA Interpretation 17-0092 (siehe o.a.link) ist von Bedeutung, wenn mehrere identische Gefahrgueter in einer Verpackung eingebracht worden sind. Der Q-Wert wird hier nicht angesprochen (muss aber selbstverstaend-lich eingehalten werden). Diese Interpretation laesst nun zwei Schreibarten zu (zumindest nach amerikanischem Recht).
Die PHMSA Interpretation 18-0026 (siehe o.a. link) ist ueberraschend und nicht schluessig, denn im Fall eines Unfalles muss der Fahrer/Pilot die Gefahrgutdokumente in Reichweite haben (und das gilt auch fuer Special Permits). Ich moechte hier nicht ausschliessen, dass Special Permits etwas unvollstaendig sein koennen. Bei solchen Transporten bereit ich immer 4 Kopien vor (1 x Absender, 1 x Transportbehaeltnis
Dokumente, 2 x fuer den Carrier). Special Permits sind genauestens einzuhalten (inkl. Ausbildung fuer alle am Vorgang beteiligten Personen). In den Sicherheitsdatenblaettern wird auf Special Permits (meistens) nicht eingegangen, und ich habe da auch schon ein paar schoene Ueberraschungen (auch von renommierten Versendern) erlebt.
Aus meiner UPS Zeit kann ich mich erinnern, dass der Fahrer alle (kleine) Gefahrgutdokumente direkt hinter sich an der Trennwand zum Frachtraum vorfand(vom Lader in einer speziellen "Tasche" eingesteckt); allerdings habe ich dort nie die Kopie eines Special Permits gesehen.

Zuletzt bearbeitet von Floridacargocat; 31.07.2018 00:35.
Re: US-Gefahrgutauslegungen 17-0092 und 18-0026 [Re: Floridacargocat] #25156
31.07.2018 08:20
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Hallo, Floridacargocat,
herzlichen Dank für den Einblick in die Praxis. Zur zweiten Entscheidung vermute ich, daß der dortige Gesetzgeber selbst unsicher war, denn die mußten ja intern erst eine Abklärung herbeiführen. Ich denke, Ihr Vorgehen mit den Kopien und Mitgabe in jedem Fall ist eindeutig die gute Lösung.
Verstehe ich das richtig, daß ein Special Permit sich nur auf Personen bezieht? So zumindest wird es von der Behörde auf ihrer Seite erläutert.
Schöner Gruß aus der Hitze
M.A.T.

Re: US-Gefahrgutauslegungen 17-0092 und 18-0026 [Re: M.A.T.] #25157
31.07.2018 13:45
31.07.2018 13:45
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Special Permits beziehen sich im Grunde auf jede Aktivitaet und Gueter / Produkte, welche nicht im Einklang mit den Bestimmungen von 49 CFR stehen.

Praktisches Beispiel Feuerloescher. Bei Handfeuerloeschern wird der Koerper nach den Bestimmungen des 49 CFR hergestellt. Feuerloescher fuer externe Aggregate (Flugzeugturbinen und/oder aehnliches) werden nach anderen Verfahren bzw. mit anderen Materialien hergestellt und unterliegen den Genehmigungspflichten fuer Special Permits.
Es gibt noch viele andere Artikel wie. z.B. Prototypen von Lithium-batterien, welche fuer den Transport Special Permits benoetigen.

Re: US-Gefahrgutauslegungen [Re: M.A.T.] #25337
27.08.2018 18:35
27.08.2018 18:35
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Hallo, eine interessante Entscheidung zur Zusammenladung von Trockenbatterien mit auslaufsicheren Batterien hat PHMSA unter 18-0051 veröffentlicht.

Vielleicht etwas abseits der üblichen Güter die Entscheidung zu optischen Linsen, die mit r/a Thorium beschichtet sind. Sie trägt die Nr. 18-0033. Das Stichwort ist SCO.

Schließlich eine hilfreiche Entscheidung für die Exporteure von Kl. 7; vergrößerte Zettel auf Containern sind unter bestimmten Umständen statthaft, die Nummer ist 17-0119.

Frohes Schaffen
M.A.T.

Re: US-Gefahrgutauslegungen [Re: M.A.T.] #25352
02.09.2018 10:23
02.09.2018 10:23
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Guten Tag miteinander,
zur Klasse 7 gibt es eine weitere Entscheidung betreffend bestimmte Isotope (darunter Uran-234) als Alphastrahler niederer Toxizität (18-0014).
Unter (18-0089) wird die Schulungsforderung auch für Laborangestellte, die Gefahrgut lediglich in die Innenverpackung einfüllen, bejaht.
Mit (18-0052) wird bestätigt, daß auch der zusätzliche, kursive Text in der Spalte "Stoffbenennung" nicht willkürlich geändert werden darf. In dem Fall hätte bei UN 1942 aus "substance" "material" werden sollen.
Schönen Sonntag noch.
M.A.T.

Re: US-Gefahrgutauslegungen [Re: M.A.T.] #25512
25.09.2018 17:00
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Guten Abend

A. Eine Diskussion zu menschlichen oder tierischen Überresten ergab die Bedingungen, unter denen solche Stoffe von der Vorschriften der Klasse 6.2 des US-Gefahrgutrechts freigestellt sind [18-0059].
B. In [18-0056] wird entschieden, ob eine MP-Einstufung nach dem IMDG-Code für die weitere Beförderung in den USA zu beachten ist.
C. Auch zum leidigen Thema der systemwidrig in Kl. 9 eingestuften Li-Batterien gab es eine Interpretation. Unter [18-0073] entschied die Behörde, daß der Nachweis eines QS-Programms für die Herstellung dieser Batterien / Zellen nicht erbracht werden muß.

Frohes Schaffen
M.A.T.

Re: US-Gefahrgutauslegungen [Re: M.A.T.] #25521
26.09.2018 16:32
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Absatz c "QS Programm Nachweis muss nicht vom Versender erbracht werden".

Ist das nicht eine der zwei grundsaetzlichen Nachweise, welche erbracht werden muessen (38.3 + QS Programm).
Wenn der QS Nachweis nicht mehr erbracht werden muss, wie reagieren die Luftlinien darauf? Werden die spezialisierten Checker davon unterrichtet?
Diese PHMSA Interpretation gilt nur fuer die USA? Richtig?
Wie sehen die anderen Laender diese - zumindest fuer mich - ueberraschende Interpretation?
Gruss aus Florida

Re: US-Gefahrgutauslegungen [Re: M.A.T.] #25615
14.10.2018 09:11
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Guten Tag zusammen,
zwei Interpretationen mit Bedeutung für den internationalen Verkehr gab es in letzter Zeit.
Zum Beförderungspapier wurde festgelegt, daß bei mehreren Seiten diese durchnumeriert sein müssen und auf der 1. Seite die Gesamtzahl der Seiten anzugeben ist. Das bezieht sich auf § 172.201(c) des 49 CFR. Nebenbei wurde darauf hingewiesen, daß die Angaben nach § 172.204. wörtlich zu machen sind und Abkürzungen (wie DOT) nicht zulässig sind. Diese Interpretation ist mit 18-0097 numeriert.
Ein leidiges Lithium-Thema wird in 18-0072 behandelt. Nach 175.10(a)(18) des 49 CFR ist danach die Mitnahme zum Gebrauch von Li-Ionen-Batterien durch Passagiere innerhalb der dort genannten Bedingungen bis zur Grenze von 2 Stück mit max. 160 Wh zulässig.
Frohes Schaffen.
M.A.T.

Re: US-Gefahrgutauslegungen [Re: M.A.T.] #25946
21.12.2018 12:51
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Guten Tag!
1. Bei der Straßenbeförderung von bestimmten Massenverpackungen (bulk packaging) sind die Kennzeichnungsnummern an allen 4 Seiten des Fahrzeugs zu wiederholen, falls die auf den Verpackungen aufgebrachten nicht sichtbar sind; die Nummer ist 18-0005.
2- Ein GG-Arbeitgeber hat eigenverantwortlich festzulegen, welche Inhalte in tätigkeitsbezogenen Schulungen zu vermitteln sind. Die Nummer ist 18-0093.
3. Für die Benennung von Verpackungen im Beförderungspapier sind nur solche Abkürzungen zulässig, die allgemein verbreitet und verständlich sind. Eine Abkürzung "CA" für case erfüllt diese Bedingungen nicht. Die Interpretation ist 18-0068.
4. Schließlich eine interessante und in sich logische Interpretation von HMR § 173.185 zu der Frage, wann eine Lithiumbatterie von UN3480 zu UN 3481 wandert. Sie tut das, wenn sie in einem Computer-Netzteil eingebaut versandt wird. Die Nummer der Interpretation ist 18-0105.
Frohes Schaffen
M.A.T.

US-Duldungsbekanntmachung [Re: M.A.T.] #25952
24.12.2018 10:25
24.12.2018 10:25
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Guten Tag zusammen,
wie in Deutschland gibt es auch in den USA zum Vorschriftenwechsel eine Duldungsbekanntmachung für die Übergangszeit zwischen "altem" und "kommendem" Recht. Für die VT Luft und See hat die PHMSA jetzt die ihre verkündet. Sie heißt "Notice of Enforcement Policy Regarding International Standards". Spezifisch genannt sind das Amendment 39-18 des IMDG-Codes und die Ausgabe 2019/2020 der ICAO-TI.
Dabei ist irrtümlich ein Amendment 39-16 des IMDG-Codes als geltendes Recht angegeben; richtig wäre wohl 38-16. Für allfällige Diskussionen mit dynamischen Mitarbeitern der Coast Guard sollte man das im Hinterkopf behalten.
Allen GG-Enthusiasten wünsche ich trotz des Dauerregens und der Herbsttemperaturen ein besinnliches Fest und ein erfolgreiches Jahr 2019.
M.A.T.

Re: US-Duldungsbekanntmachung [Re: M.A.T.] #26298
01.03.2019 08:51
01.03.2019 08:51
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Guten Tag zusammen,
eine wichtige Auslegung zur Überkennzeichnung (Kennzeichnung obwohl Stoff nicht den GG-Vorschriften unterliegt) ist hier unter 18-0111 ergangen. Die Antwort ist: eine Kennzeichnung ist nicht zulässig, auch nicht ein entsprechender Vermerk in der Bef.-Dokumentation.
Vor diesem Hintergrund sollte man auch die kürzliche Diskussion um Überklassifizierung sehen.
Außerdem erschien die Auslegung 18-0077, daß mengenabhängig auch MP-Güter ohne weitere Gefahren als Klasse 9 einzustufen und zu befördern sind.
Für den Seeverkehr schließlich die Bestätigung der Stauvorgabe in 176.116(e)(1), daß GG der Klasse 1 weder über noch unter einem Unterkunfts- oder Maschinenraum gestaut werden darf. Die Nummer ist 18-0049.
Gruß
M.A.T
Das leidige Thema Liba ist Inhalt der Auslegung 18-0145. Sie besagt, daß für die Kennzeichnungspflicht mit dem Kennzeichen nach § 173.185(c)(3) weder die Anzahl der Verpackungen noch die Anzahl der Ausrüstungen je Verpackung noch die Anzahl der Knopfzellen je Ausrüstung relevant ist, solange die Vorgaben des § 173.185(c) eingehalten ist. Also nicht mehr als 1 g Li je Knopfzellenbatterie (lithium button cell batteries) enthalten ist.
Eine sehr interessante und vertiefte Klassifizierungsfrage im Auftrag einer deutschen Firma wurde unter # 18-0087 beantwortet. Sie ist hier nachzulesen und betrifft die mögliche Zuordnung zu UNNR 2213.
Gruß
M.A.T.

Zuletzt bearbeitet von M.A.T.; 03.03.2019 11:43. Bearbeitungsgrund: Ergänzt um # 18-0145 und 18-0087.
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von gefahrgutbaer. 23.03.2019 11:09
SP188 - Definition Ausrüstung
von UHeins. 22.03.2019 12:14
Imo
von Diflo. 22.03.2019 10:23
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